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Südamerika-Spezial

Thorsten M. auf Reisen durch Südamerika im Juni 2009


Abflug 03.06.2009

Abflug um 19.30 Ortszeit aus dem gelobten Rhein-Main. Schwester und Onkel brachten mich zum Flughafen und nachdem sich die beiden versichert haben, das ich endlich weg bin, gings wieder nach Hause.

Der Flug nach Madrid war einfach kacke, Beinfreiheit gleich null aber dafuer fast leere Maschine. Das sollte sich dann auf dem Weiterflug nach Sao Paulo aendern. Diese war umso voller und ich konnte mein Glueck kaum fassen als in meiner 4er-Reihe die 3 Sitze neben mir leer blieben. Kurz vor knapp kam dann allerdings ne Mutter mit 2 Kindern noch rein und setzte sich prompt neben mich. Das kann ja heiter werden.... ging aber dann doch, Platz und Verpflegung ok und gut geschlafen hab ich auch. Das eine Kind ist beim schlafen ab und an auf meinen Astralkoerper gefallen, was aber nicht ganz so dramatisch war.


Todo Bem in Brazil !

Ankunft in Sao Paulo etwas vor der Zeit, da sollte ich auch den Anschluss nach Porto Alegre locker schaffen in 2 Stunden 15 Minuten.... wiederum weit gefehlt. Einreiseprozedur fuer normale Auslaender mit einer Schlange, die die an der Wildwasserbahn im Phantasialand locker uebertrifft...

Nach 75 Minuten wars dann soweit, nachdem man ein Einsehen hatte und die Inlandsschalter auch freigegeben hatte. Dann der 1. Sprint zum Ausgang: nochmal 15 Minuten warten beim Gepaeckcheck. Ich hasse euch....

Nachdem das absolviert war kurze Orientierung, selbstredend war der Schalter fuer den Weiterflug in nem anderen Terminal. Also im Tiefflug mit Rucksack auf und haengender Zunge dort angekommen, mit letzter Kraft Porto Alegre gerufen, Pass abgeliefert und fast zusammengebrochen.... Hat grad noch geklappt. Nach kurzer Regeneration dann zum Gate und in den naechsten Flieger....


Porto Alegre

Der Flug war der beste bisher, weil ich fast nix mitbekommen habe, sogar die Erdnuesse und die Getraenke nicht. Im Flughafen kurz zuhause gemeldet und mit den Kollegen Ringel und Schneider kommuniziert, Stadtplan organisiert. Werden dann gleich mal in die Stadt fahren, Hotel klar machen und heute abend steht dann das erste fussballerische Highlight mit Gremio Porto Alegre - Nautico an.

Uebrigens war der Mensch an der Touri-Info ganz begeistert, dass wir zum Spiel seines besten Clubs der Welt wollten.... Musste ihm allerdings die Illusion nehmen, denn da gibt es nur einen Club...

Hotel war in der Naehe des Busbahnhofes schnell gefunden und auch recht guenstig mit knapp 15 Euro. Zum Busbahnhof kamen wir vom Flughafen mit einem Stadtbus, der uns zuerst in der Naehe des Busbahnhofes rauslies. Eine nette Passantin wollte uns mit der Busverbindung helfen, wir wollten zuerst aber den Rest laufen, allerdings war die Dame davon gar nicht begeistert. Wohl mit Gepaeck zu gefaehrlich... Die Stadt selbst macht nicht so viel her, man sieht es auch im Lonely Planet, dort wird der Stadt auch recht wenig Platz gewidmet. Im Busbahnhof haben wir uns dann noch die Tickets fuer die Weiterfahrt nach Montevideo gesichert am Freitg abend. Ein leckeres "Menu" haben wir uns noch in einem Buffet-Restaurant gegoennt, allerdings wer zu spaet kommt... muss essen was uebrig bleibt.

Mit dem Bus ging es abends raus zum Stadion "Olimpico", was ziemlich im Sueden der Stadt liegt und als ovale Riesenschuessel rueberkommt. Ticketreservierung hat geklappt, Tickets gabs fuer 20 bis 60 brasilianische Real, etwa 7 bis 25 Euro. Ausser uns waren 10790 Zuschauer anwesend beim Spiel der 1. brasilianischen Liga zwischen Gremio Porto Alegre und Nautico (3:0), die fuer meinen Geschmack ganz ordentlich Stimmung machten. Fast 90 Minuten gesungen, wenn auch anfangs etwas eintoenig, aber schon sehr ok. Ein Derby gegen Internacional waere hier sicherlich der Knaller... Geil auch, dass hier fast jeder was von seinem Verein an hat. Jacke, Shirt, Schal, was auch immer. Ich bin mit meiner Jacke aufgefallen, wenn ihr wisst, was ich meine...:-)

Nach kleiner Mahlzeit ging es ins Hotel, was in der Nacht abartig kalt war....


Porto Alegre Tag 2

Diese Nacht war so bitterkalt.... Man sollte sich wirklich nicht taeuschen, auch wenn der Tag ganz nett ist geht hier nachts das Thermometer weit runter... Mangels Heizung mussten hier die Decken aus dem Schrank her und derer gleich 2, damit es einigermassen ertraeglich war. Ansonsten war der Schlaf gut, nach ausgiebiger Dusche ging es in die Stadt, zuerst ins gleiche Restaurant von gestern, danach in die Fussgaengerzone.

Ein paar wenige nette Ecken hat die Stadt zu bieten, die Fussgaengerzone ist recht gross und hat einiges zu bieten, auch ein paar Parkanlagen gibt es und einige alte Haeuser im Kolonialstil. Nachdem wir auch ein sehr nettes Cafe entdeckt hatten, war der Tag auch fast schon wieder gelaufen, weil wir zurueck zum Rodoviaria (Busbahnhof) mussten um unser Gepaeck zu holen und einzuchecken fuer den Bus nach Montevideo. Der Bus war dann auch sehr puenktlich und aeusserst geraeumig, da wir die Variante "Leito" gebucht hatten. Dort gibt es nur etwa 20 Sitze im Bus, 1 links vom Gang und 2 rechts davon und die Sitze gehen fast in die Horizontale, so dass alles sehr bequem war. Verpflegung war im Preis mit drin, die Kutscher waren ganz ok, ein Traum !


Boxenstop in Uruguay....

Morgens um 9 Uhr in Montevideo angekommen, fast richtig gut ausgeschlafen. Genervt hat nur der Kutscher, der mitten in der Nacht unsere Paesse zurueckgegeben hat. Ich war voellig begeistert, die haben sich wirklich um alles gekuemmert. Ausreisestempel, Einreisestempel Uruguay und Einreisekarte, alles selbststaendig erledigt, 1A mit Sternen !

Nachdem sich die Kollegen Ringel und Schneider zu ihrem Hostel verabschiedet hatten, wollte man sich mittags am Stadion wieder treffen. Ich hab erstmal in aller Ruhe Geld gewechselt und die Weiterreise in der naechsten Nacht nach Buenos Aires gebucht. Wieder per Bus, wieder Leito, pardon, hier heisst diese Version "Cama", aber genauso komfortabel. Der Bus war fuer 830 Pesos zu haben, was etwa 25 Euro entspricht. WETTE GEWONNEN !!!!!!! (kleiner Insider....)

Kurzer Internet-Besuch, danach gings zum Fussballverband von Uruguay um die Reservierung zu checken, dort wurde ich aber ans Stadion verwiesen. War also noch Zeit, den Tip von Hans mal zu checken mit dem "Mercado del Puerto". Dort angekommen war ich fast ueberwaeltigt vom Angebot, denn ein Grill reihte sich hier am anderen mit allen Leckereien die man sich vorstellen kann. Ich liess mich nicht lange bitten und bestellte ein Rumpsteak und kurz darauf bekam ich ein Riesenteil in der Form eines Buegeleisens serviert, saulecker...

Danach gings nach ein paar Touri-Fotos in der Stadt, die sonst leider nicht viel zu bieten hat, zum Stadion um das hinterlegte Ticket abzuholen. Wenn das nicht geklappt haette, waere es eng geworden, da ausverkauft. Das Stadion "Centenario" in Montevideo ist der Austragungsort des 1. WM-Endspiels 1930 und eine ziemlich monstroese Betonschuessel mit 3 Raengen, wenn man die Stehplaetze mitzaehlt, sogar 4. Die Stimmung war vor dem Spiel streckenweise recht laut, aber da die Gaeste aus Brasilien relativ humorlos ihre wenigen Torchancen nutzten und die Urus eben nicht, war es mit der Herrlichkeit schnell vorbei und Brasilien gewann mit 4:0. Die Gaestefans, von denen einige mit Bussen angekarrt wurden, waren ordentlich am feiern und es gab auch die eine oder andere Rauchaktion zu bewundern.

Der geplante Treff mit den Kumpels musste leider platzen, da ich irgendwie den ganzen Tag keine sms bekommen habe, so ging es gegen spaet wieder zurueck zum Busbahnhof und spaeter dann auch in den Nachtbus Richtung Buenos Aires. 


Buenos Dias

.... Argentina !

Morgens um 8 am Busbahnhof Retiro angekommen, voellig verschwitzt und k.o.... Wer sagte eigentlich, das diese Busse immer so kuehl sind und man sich ne Decke krallen soll ? Bullshit... Ansonsten war die Fahrt wieder genial mit bequemem "Cama"-Liegesitz. Zuerst mussten mal Pesos besorgt werden, jedoch konnte sich keiner der 5 Automaten mit meiner Karte anfreunden. Das Restgeld aus Uruguay konnte ich auch nicht tauschen, weil die einzige Bank mit Schalter natuerlich erst in ueber einer Stunde aufmacht... Solange wollte ich nicht warten, und als ich ich bei einem Automat meine EC-Karte nochmal probierte spuckte er auf einmal Geld aus ! Hosianna, mit dem Taxi gings dann zum Hostel, in dem ich zwar noch nicht einchecken konnte, aber immerhin konnte ich mich frisch machen und etwas Internet surfen, da das hier im Hostel "For Free" ist.

Die Rezeptions-Frau war supernett und beglueckte mich bis zum Einchecken mit allerhand Infos und Kaffee. Kollege Heibel beglueckte mich ebenfalls aus der Heimat mit allerhand Infos und so waren fuer mich heute 2 nette Spiele drin. Nach dem Bezug des Zimmers und ausgiebiger Dusche ging es los mit einem Rundgang durchs Viertel und dann weiter zur Prachtstrasse "Avenida de Mayo", der wohl breitesten Strasse der Welt mit 18 (!) Spuren und spaeter dann in den Westen von Buenos Aires zur Metrostation "Primera Junta", in deren Naehe das Stadion von Ferro Carril Oeste liegt, einem Zweitligisten. Eine geniale Bruchbude, wobei 3/4 aus Stahlrohr bestehen mit Holzplanken, nix fuer Hoehenangst-Geplagte... Ab der 2. Liga abwaerts sind quasi keine Gaeste zugelassen, aber der Support von Ferro war schon Sahne und entschaedigte fuer einiges. Rhytmische Gesaenge, bei dem von Jung bis Alt alles mitmacht. Die Gaeste aus Santa Fe wurden mit 4:1 abgefertigt und da das Ergebnis schon zur Halbzeit feststand, war die 2. Halbzeit etwas duenner, aber trotzdem fast pausenlos Gesaenge.

Den gleichen Weg wieder zurueck in die Stadt zum Busbahnhof Retiro, dort liegt nebenan der normale Bahnhof, wo Vorortzuege abfahren. Von da gings dann zur Stadtgrenze nach Belgrano und den Rest zu Fuss zum Stadion der "Defensores de Belgrano". Eine noch groessere Bruchbude als Schauplatz eines Aufstiegsspiels, wieder ohne Gaeste, aber mit noch groesserem Enthusiasmus auf der Heimseite. Ich glaube, ich habe keinen Gesang doppelt gehoert bei diesem Spiel und mich ertappt, wie ich das eine oder andere Mal mitgewippt habe.... Defe, mi buen amigo ! Wo soll das noch hinfuehren, wenn schon solche vermeintlichen "kleinen" Spiele so genial sind... Mit einigen Ohrwuermern ging es zurueck nach dem Spiel, zuerst zum Hostel der Herren Ringel und Schneider, wo wir auf der Dachterrasse den letzten Abend der beiden bei ein paar Quilmes ausklingen liessen. Hab mich dann irgendwann verabschiedet, aber die Jungs sassen noch etwas...


Buenos Aires Tag 2

Mein Zimmernachbar von obendrueber hatte die glorreiche Idee, seinen Rucksack mit ins Bett zu nehmen. Da ich irgendwann im Bett in der Naehe der Wand lag und der Rucksack zwischen Bett und Wand runtergefallen ist, fiel der natuerlich direkt in mein Gesicht. Ich weiss nicht was da alles drin war, aber das war auf jeden Fall mehr als nur Wertsachen... Hab den dann direkt von meinem Gesicht entfernt, was ein Glueck hat der gute Mann kein deutsch verstanden...

Der Treffpunkt mit den Herren Ringel und Schneider war erwartungsgemaess spaeter als vereinbart, da beide noch einen leichten Hangover von ihrer Abschiedsfeier hatten, bei dem die beiden wohl auch ihre einzigen Gaeste waren... Fuer mich hiess es dann erst noch das Restgeld aus Uruguay zu tauschen, was aber gar nicht so einfach war... alle Banken wollen nur Euro und US-Dollar, nur eine einzige Tauschbude wollte mein Geld, schon komisch, das ist immerhin das Nachbarland von Argentinien und kein Schurkenstaat. Aber immerhin gabs nen fairen Kurs und danach ging es dann zu einem Top-Steak-Restaurant, bei dem noch etwas gebabbelt wurde, danach wollten die Jungs noch ein paar Erledigungen machen vor Ihrem Heimflug und ich bin zum Fussball.

Mein Ziel hiess La Plata, eine Stadt etwa 70 km suedlich von Buenos Aires. Erreichbar mit einem Vorortzug von Constitucion aus und Schauplatz des 2.Ligaspiels zwischen Platense und Chacarita. Beides Vereine aus dem Raum Buenos Aires, warum die in La Plata spielen, weiss der Geier. Die Anfahrt war schon der Hammer, der Zug fuhr vorbei an ziemlich ueblen Slum-Siedlungen, aber immer auch abwechselnd mit besseren Stassenzuegen, schon krass. Mit dem Taxi gings zum Stadion, wobei ich mich blendend mit dem Taxifahrer unterhalten habe. Oder besser er mit mir, hat mir von seinem amigo aleman "Ludwig" erzaehlt... Etwas verspaetet am Stadion angekommen dann erstmal der Schock: keine Zuschauer zugelassen, nur ausgewaehltes Personal, das sich vorher bei den Vereinen "akkreditieren" musste. Dank meines Passes konnte ich in der Halbzeit Zugang zum Stadion bekommen, es waren ausser mir vielleicht 200 Leute anwesend, davon die Haelfte Journalisten, aber immerhin auch etwa 50 Gaeste. Chaca macht in der Nachspielzeit das 1:0 und steigt auf in die 1. Liga. Voelliger Amok bei den Gaesten, waehrend es vorher relativ still im Stadion war, war ich nun komplett hin und weg da so wenige Leute so dermassen laut sein koennen. Die Gaestemannschaft feierte dann noch ordentlich und ich machte mich den gleichen Weg wieder zurueck, wo ich im Hostel schon von der netten Rezeptionsdame freudig begruesst wurde...


Buenos Aires Tag 3 - ohne Fussball !!

Die Ueberschrift ist natuerlich ein Scherz oder grober Unfug. War allerdings nicht so geplant, doch alles der Reihe nach...

Wollte heute den ganzen Tag Sightseeing machen, nach dem Fruehstueck ging es aber nochmal kurz an den freien PC um die emails zu schauen. Routinemaessig auch die Seite des argentinischen Fussball-Verbandes gecheckt, da steht doch heute glatt was von einem Spiel gegen den Abstieg, Flandria - San Telmo im Stadion der All Boys... Da nicht so weit vom Zentrum weg, sollte das auch mit Sightseeing zu schaffen sein. Also die Schuhe an und auf die Piste...

Zu Fuss ging es erstmal die Strasse runter Richtung Hafen und vorbei am Verteigungsministerium zur "Casa Rosada", dem Sitz des Staatspraesidenten und weiter zur Plaza de Mayo. Dann weiter mit der Metro zur Avenida de Mayo, dort steht das wohl bekannteste Wahrzeichen von Buenos Aires, der Obelisco, mitten auf der 18-spurigen Prachtstrasse. Danach zu Fuss durch die Fussgaengerzone "Lavalle" und "Avenida Florida", sieht schon ganz nett aus hier, vor allem ein Steak-Restaurant neben dem anderen... Auf dem Weg zum Retiro-Bahnhof  ging es ueber die Plaza San Martin, eine der vielen gruenen Oasen in der Stadt. Die sind zwar immer wieder sehr entspannend, aber man hoert auch immer irgendwo den Verkehr und merkt, das die Luft nicht so sauber ist. Von diesem Park hat man einen netten Blick auf den "Torre Ingles", den englischen Turm, ein Geschenk der Englaender. Direkt gegenueber haben die Argentinier ein Denkmal gebaut fuer die Opfer des Krieges um die Falkland-Inseln, hier "Islas Malvinas" genannt. Ein Schelm, wer Boeses dabei denkt... Noch was zur Bevoelkerung: es laufen einem in der Stadt reihenweise Leute mit seltsamen Trinkbechern und einem Strohhalm aus Silber sowie einer Thermoskanne entgegen. Hier handelt es sich um Mate-Tee-Trinker, die haben in dem Becher diesen tiefgruenen Tee und giessen immer wieder heisses Wasser oben drauf und sueffeln da staendig dran. Gehoert zum Stadtbild wie die Steak-Restaurants...

Nachdem in den letzten Tagen schon einige Verkehrsmittel wie Metro ("Subte") und normale Zuege getestet wurden, stand heute als naechstes der "Collectivo" auf dem Programm, der normale Nahverkehrsbus. Der sollte mich zum Stadion der All Boys bringen, 2 Busse gab es, die vom Retiro dort hoch fuhren. Die Station war relativ schnell gefunden, man sagt dem Fahrer beim einsteigen wo man hin will, der tippt einen Preis ein und dann wirft man Geld in den nebenan stehenden Automaten. Man sollte nur drauf achten immer genug Muenzen dabei zu haben. Und los ging die wilde Fahrt, man bekommt dabei einen richtig guten Eindruck ueber die Groesse der Riesen-Stadt, den Verkehr und die Leute im Allgemeinen. Am Stadion angekommen, das gleiche Programm wie gestern, ohne Zuschauer... Aber auch hier half das gleiche Argument von gestern, trotzdem lustig was hier ohne Zuschauer heisst... es sind immer noch mehr Leute im Stadion als in Deutschland bei Spielen der Oberliga oder tiefer... Flandria gewinnt 3:0 haelt die Klasse und auch heute waren die wenigen Gaeste ziemlich laut, San Telmo (quasi meine Homies, denn in dem Stadtteil wohne ich) muss nachsitzen.

So, morgen wird weiter Sightseeing gemacht und ich geniesse noch mein Abend-Quilmes...


Buenos Aires Tag 4

So, ihr Lieben... krasser Tag heute. Und das nicht, weil ich eben auch Fotos eingestellt habe... Zuerst mal bin ich wohl im Gaeste-Ranking im Hostel aufgestiegen. Heute hat mir meine Lieblings-Rezeptionistin erklaert, wie ich die Tuer selbststaendig aufmachen kann ohne klopfen zu muessen. Ist schon manchmal laestig, gerade wenn es mal spaeter wird, aber das ist nun Geschichte !

Zum Start des Tages ging es wieder zur Besichtigung, dieses Mal wurde die Gegend rund um den Congresso (Parlament) besichtigt. Dazu waren heute allerhand lustige Leute unterwegs, da wohl gerade Wahlkampf ist und dazu welche auch noch Lust hatten zu demonstrieren. Ausserdem wurde der Obelisco nochmal von allen Richtungen fotografiert. Bei einem gepflegten Kaffee wurde dann nochmal die Planung fuer die kommenden Tage durchgegangen, weil mich der Herr Heibel aus der fernen Heimat ueberzeugt hat, nach dem Trip zu den Wasserfaellen von Iguacu nicht wieder nach Buenos Aires zu fahren, sondern direkt nach Sao Paulo.

Anschliessend ging es dann mit der Metro zur Station "Varela" von der man zu Fuss Richtung Stadion von Deportivo Riestra laufen kann. Die spielen heute um den Aufstieg gegen Liniers und da will der Herr Mankel natuerlich nicht fehlen. Das Stadion liegt hinter dem Gaestebereich des Stadions von San Lorenzo (1. Liga). Dieses wiederum grenzt an ein ziemlich uebles Slum-Viertel, vor dem jeder Ortskundige warnt und schon der eine oder andere Taxifahrer sich gewehrt hat hinzufahren bzw. zur Warnung noch mit seiner Hand ein Messer am Hals angedeutet hat. Na ja, es ist hell und so schlimm kann es schon nicht sein... dachte ich. Auf halbem Weg von der Metro bis zum Stadion lag ein Friedhof, bis dahin war es kein Problem. Aber dann... unfassbar, was hier fuer Bruchbuden standen. Nur Dreck und streunende Hunde, die einen anbellen, und ausserdem wird man schon seltsam angeschaut. Ich war froh, als ich am Stadion ankam. Das Spiel war eigentlich nicht der Rede wert, der Adrenalin-Schub auf dem Weg hat sich nicht gelohnt. Es gab ja aber noch den Rueckweg... Am Anfang hab ich mich noch paar Mal umgeschaut um vielleicht ein Taxi abgreifen zu koennen, was zufaellig vorbei kommt. Ohne Erfolg, also das gleiche Programm zurueck, dieses Mal mit 100mal mehr Leuten auf der Gasse, weil wohl grade Familienausflug im Barrio war...

Da ich diese Zeilen tippe, habe ich es also unversehrt geschafft und sitze wieder beim Abend-Quilmes, dieses Mal sogar beim Zweiten. Vorher habe ich noch nen Abend-Ausflug nach La Boca gemacht, ein ziemlich geiles Viertel, auch etwas verranzt, aber der aelteste Teil von Buenos Aires, in dem die ersten Siedler aus Genua angekommen sind. Da werde ich sicher die Tage nochmal auftauchen, bei Tag.


Buenos Aires Tag 5

und prompt habe ich das heute auch wahr gemacht und bin von "meinem" Barrio San Telmo ins Nachbar-Barrio "La Boca" gefahren. Erste Anlaufstelle war das Stadion von den Boca Juniors, zusammen mit River wohl der bekannteste Verein auf dem Kontinent. Ein monstroeser Bau von aussen, der wie kein Zweiter in seinem Stadtteil verankert ist. Im Stadion befindet sich ein Museum, das auch gleich mal besucht wurde, ziemlich beeindruckendes Fussball-Museum, vor allem hat man Gelegenheit, mal das Stadion von innen und leer zu sehen. Da geht schon ein Traum von mir in Erfuellung... und erst am Sonntag, wenn hier auch Fussball gespielt wird. Ist zwar nicht Boca, aber mit San Lorenzo-Huracan immerhin auch ein Derby... Noch etwas in den Shops rund ums Stadion gewuehlt, eine Karte fuer das Derby am Sonntag gesichert und schon stand heute auch wieder Fussball an.

Vom Retiro ging es 2 Stationen mit dem Vorortzug nach Belgrano zum Stadion der Excursionistas, die haben heute Aufstiegsspiel gegen Villa Dalmine (3:0). Nettes kleines Teil, ein paar Gaeste waren da, aber die Heimfans konnten wieder mal gesangstechnisch ueberzeugen (eigentlich wiederhole ich mich hier....). Guter Support und insgesamt viele Zuschauer da. Zum 3. oder 4. Mal in der Woche habe ich bei diesem Spiel auch den gleichen Verkaeufer des "Ascenso" gesehen, einem Fanzine des argentinischen Fussballs mit netten Fotos und allem, was den Fan so interessiert. Da es eine neue Ausgabe war bin ich direkt hin und habe mir das Heft gesichert. Da babbelt mich der Kollege auf spanisch an, das er mich schon paar Mal gesehen hat, was ich denn hier so mache... Kurze Unterhaltung auf englisch/deutsch/spanisch, man ist ja flexibel... Man bleibt also nicht unentdeckt !

Nach dem Spiel gings wieder zurueck zum Retiro und schon mal ein Ticket gesichert fuer die Weiterfahrt am Montag abend zu den Wasserfaellen von Iguacu. Von dort ging es weiter zum Bahnhof Once und da mit einem anderen Vorortzug nach Moron, wo abends dann noch ein Aufstiegsspiel (Doppler am Donnerstag...) anstand mit CD Moron - Merlo (1:2). Erneut ein grandioses Stadion und mein bisheriges Highlight, der Heimsupport war das beste, was ich auf der Tour bis jetzt gesehen habe. Vor allem hat Moron die groeste Blockfahne, die ich bisher gesehen habe mit einem Riesen Adler drauf... und ich hab jetzt mehrere Ohrwuermer zu verdauen...

Ich sage es mal mit Guenther Koch, dem legendaeren Radiomann: ich halt das nicht mehr aus, ich kann nicht mehr... was soll da noch kommen ? Auf jeden Fall mal mein Bett, morgen gehts wieder nach La Boca zu den bunten Haeusern....


Buenos Aires Tag 6

Also fuer mich gibt es hier noch 2 Raetsel zu loesen... Warum halten hier fast alle Ihre Handys falsch herum und benutzen die als Funkgeraete ? Sieht ziemlich bescheuert aus. Und warum halten mich alle fuer einen Brasilianer ? Wenn ich versuche spanisch zu babbeln hat mich heute schon der 3. (kein Witz !) gefragt: Where are you from, Sao Paulo ? Sehe ich wirklich so aus ? Glaube ich eigentlich nicht. Auch das Diego-Double heute morgen hat mich gefragt. Der stand am Eingang zur Caminito rum im Hafen von La Boca und hat sich mit Touris fotografieren lassen. Musste ich auch machen, auch wenn die mich leicht uebers Ohr gehauen haben, aber egal. Wahrscheinlich eine aehnlich gescheiterte Existenz wie der echte Diego.

Caminito ist die Strasse im Hafen mit den bunten Haeusern, die man vielleicht von Bildern kennt, wenn man was von Buenos Aires oder La Boca sieht. Die Gegend sieht ziemlich cool aus, wollte ja unbedingt mal bei Tag hin, aber auch abartig was dort heute los war. Busse ueber Busse, schlimmer als beim Weihnachtsmarkt in Frankfurt... Danach nochmal kurzer Boxenstop im Hostel und weiter zum Friedhof "Recoleta", der bekannteste Friedhof der Stadt mit ziemlich beeindruckenden Grabmalen und Mausoleen von allen moeglichen bekannten Personen der Zeitgeschichte Argentiniens, Praesidenten usw. Die meisten kennen nur die wenigsten, aber die bekannteste Person dort ist Eva Maria Duarte oder auch Eva (Evita) Peron, die Frau des ehemaligen Praesidenten, die heute noch fast wie eine Heilige verehrt wird, deren Mausoleum auch mehr als stark besucht war. Bevor es wieder zum Fussball ging stand noch ein Besuch in der Parkanlage oestlich vom Friedhof an, mit einigen beeindruckenden Statuen und mit der "Florea Generalis", einer Riesen-Blume aus Metall, die sich bei Sonneneinstrahlung oeffnet.

Abends stand dann eine Fahrt mit dem Vorortzug nach Banfield an, einer Vorstadt von Buenos Aires, in der das Spiel gegen Independiente stattfand. Mein 1. Spiel der 1. Liga der Tour und vor allem auch das erste Mal, das uneingeschraenkt Gaeste anwesend waren. War ok, immer noch fuer unsere Verhaeltnisse weit ueberdurchschnittlich, aber ging so. Moron gestern hat mich mehr gefangen genommen... Der Heimsupport war gut, kein Wunder, wenn man 5:0 gewinnt, auch die Gaeste waren ganz passabel, nach der Leistung auf dem Platz muss man aber den Hut ziehen, dass ueberhaupt was gemacht wurde... Viele von denen werden froh sein, keinen Eintritt gezahlt zu haben, weil im Gedraenge mal kurz der Eingang gestuermt wurde. Hab hier allerdings den Fehler gemacht, dass ich mich nicht den perfekten Anweisungen von Herrn Heibel unterworfen habe, sondern der Meinung war "Folge dem Teufel"... wie so oft geht sowas schief, der wollte zwar auch zum Fussball, ging aber direkt Richtung Gaesteblock. Da wollte ich zwar nicht hin, aber zumindest kam ich nach dem Spiel gleich wieder raus, da die Gaeste hier ja meistens als Erstes rausgelassen werden...


Samstag in Buenos Aires (Tag 7)

Heute nun sollte der Rest des Besichtigungsprogrammes absolviert werden von dem was auf meiner To-Do-Liste noch ausstand. Zuerst mal ging es allerdings um die Ecke in die Waescherei um einen Teil meiner Klamotten wieder abzuholen, da man bei so ner langen Tour ums waschen nicht rumkommt, wenn man nicht den ganzen Hausstand mitschleppen will. Dann ging es auch direkt weiter mit dem Colectivo-Bus in den Stadtteil Palermo, dort sind der Botanische und der Zoologische Garten und noch ein paar Museen. Ich hab ja schon viel gesehen, aber hier gibt es einen Botanischen Garten ohne Blumen.... man lernt nie aus... Zumindest gab es ausser einer schoenen Parkanlage, einen kleinen Bereich mit Palmen und 4 Gewaechshaeusern nix ! Das liess mich fuer den Zoologischen Garten schlimmes befuerchten... Aber hier war alles vorhanden, wenn auch ein paar Tiere nur vor sich hin gegaehnt haben und Siesta halten wollten. Fand ich aber ziemlich geil, muss auch mal wieder in Frankfurt im Zoo auftauchen.

An Museen stand das Museo "Eva Peron" auf dem Plan, ziemlich interessant, vor allem weil es schon differenziert mit der Person umgegangen ist. Hat sich auf jeden Fall gelohnt, dann ging es weiter zur "Casa del Che Guevara", einem Haus in der Naehe der Subte-Station "Scalabrini Ortiz", in dem der Herr vom 4. bis 16. Lebensjahr gewohnt haben soll. Dort angekommen am Block, in dem das sein sollte, aber nirgendwo ein Schild oder aehnliches. Bin glaube ich 4mal um den Block gelaufen und habe es nicht gefunden. Dabei habe ich mit meinem grandiosen spanisch noch eine Anwohnerin gefragt, die ihn vom Alter her wahrscheinlich noch persoenlich gekannt hat, auch die konnte mir nicht helfen. Na ja, Pech gehabt, das runde Leder ruft.

Nicht weit von dieser Oertlichkeit liegt auch das Stadion von River Plate, wo heute deren Spiel gegen Tigre stattfinden soll. Auch ein kleines Derby (ich weiss, classico....), Tigre liegt an der noerdlichen Stadtgrenze der Capital Federal Buenos Aires. Der Taxifahrer war etwas nervoes, je naeher es zum Stadion ging und riet mir, meine Wertsachen gut zu verstecken. Na ja, Vorsicht ist ja immer geboten, aber so schlimm ist es hier wirklich nicht. Fahr mal nach San Lorenzo.... Ticketfrage hat auch wieder bestens geklappt, das Stadion kommt schon brachial rueber. Dort finden auch immer die Spiele der Nationalmannschaft statt. River gewinnt 3:1 nach 1:0 Rueckstand. Hab dummerweise unter den Gaesten gesessen und nur begrenzt was mitbekommen, war aber schon passabel, ebenso wie die Vorstellung der River-Hinchas. Nach dem Spiel gings dann nochmal zum Steak-Konsum, wobei mir das alles aber nicht so zusagte heute dank einer fetten Erkaeltung die sich gerade breit macht...


Buenos Aires Tag 8 / Endspurt

Das Aufstehen fiel mir richtig schwer heute, da die Nacht fast kaum geschlafen und ich nur dank einer heissen Dusche ueberhaupt in die Gaenge gekommen bin. Da fiel mir auch fast gar nicht auf, das mein Zimmernachbar fort ist, der mich eigentlich die ganzen Tage fast begleitet hat in dem er einfach immer nur da war... Ein Mann, fast doppelt so alt wie ich, kam immer weit nach mir ins Zimmer und schlief bis in die Puppen. Vor 2 Tagen habe ich erst gemerkt das er sprechen kann, als wir an der Rezeption versucht haben uns zu unterhalten. Scheint wohl ein Kuenstler zu sein, sass da mit Laptop und Gitarre und schrieb Lieder... War wirklich ein angenehmer Zeitgenosse, solche Nachbarn haette ich im Hostel gerne oefters...

Schon um 11 Uhr heute stand das naechste Derby / Classico an. San Lorenzo - Huracan, Classico de Almagro, und das im Stadion der Boca Juniors. Wahrscheinlich aus Sicherheitsgruenden, war auf jeden Fall ein ordentlicher Besuch, Ticket hatte ich mir vorher schon gesichert, da kein Ticketverkauf am Spieltag. Huracan hat 2 Raenge auf der Hintertortribuene komplett voll gemacht und San Lorenzo die andere Seite und grosse Teile der Geraden. Was soll ich sagen, Ohrenschmaus.... Bin froh, das ich USB-Sticks mitgenommen habe, das wuerde gar nicht alles auf meine Kamera passen.... Huracan hat mit dem 1:0 ernsthafte Chancen auf den Meistertitel nach ewigen Zeiten. Gluecklicherweise wurden die San Lorenzo-Leute nach dem Spiel als erstes rausgelassen, also auch meine Tribuene, da war ich schnell wieder im Hostel, kurz aufgewaermt mit nem Kaffee und da noch Zeit war, ging es nach Internet-Recherche nochmal zur Casa del Che, da ich jetzt die Adresse hatte. Hab das Haus dann auch vorgefunden, bin da gestern auch mehrfach dran vorbei, aber kein Hinweis draussen. Museum ist wohl auch nur nach Vereinbarung oder mit organisierten Touren zu besichtigen.

Bin dann mit der Metro Richtung Constitucion aufgebrochen, wobei ich die Ehre hatte, das meine Metro ohne Halt durchfuhr bis Constitucion, da in meiner Bahn einige Hundert Boca-Leute waren, die zum gleichen Spiel wollten wie ich. Den 1. Vorortzug nach Avellaneda (der Stadtteil, in dem das Stadion von Racing steht) hab ich dann wegen der Boca-Leute und der Polizeibegleitung passieren lassen. Kam dann etwa 5 Minuten nach dem Jungs an, dank der etwas langsamer laufenden Leute war auch das Stadion zu Fuss schnell gefunden. Fuer mich mein absolutes Highlight der Tour ! Laut fachkundiger Informanten spielt Racing seit Jahren Mist, trotz des 3:0 heute, und hat auf den Raengen immer einiges zu bieten. Boca liefert durchgehend 90 Minuten Singsang, ohne echte Hoehepunkte, aber Racing stellt dafuer alles in den Schatten. Hab selten so eine Einheit in der Kurve gesehen, wenn die was gemacht haben, dann hat 3/4 vom Stadion mitgemacht. Hammer ! Mit neuen Ohrwuermern gings dann wieder zurueck und heute frueh in die Heia, essen schmeckt mir heute eh nicht...


Buenos Aires Finale

Geringfuegig besser wie gestern, schmeckte mir heute morgen das Fruehstuck etwas, ging es dann nochmal Richtung Fussgaengerzone um noch ein paar Besorgungen zu machen. Doch halt: was ist hier los ? Hier ist fast gar nix los... Nationalfeiertag wurde mir auf Nachfrage bestaetigt. Nun denn, einige Laeden hatten zu, konnte deshalb auch nur einen Teil der Sachen mitbringen, die mir aufgetragen wurden (nach derzeitigem Stand siehts fuer die Sturmhauben duenn aus...:-)

Mittags stand dann kurz vor der Abreise noch ein Spiel auf dem Programm im Stadion von Huracan sollten Chacarita und San Martin spielen. Eigentlich nix dolles, aber da Chaca unter meiner Anwesenheit letzten Montag den Aufstieg perfekt gemacht hat, sollte das ganz nett werden. Stadion von Huracan ist der Knaller, liegt nicht weit vom Bahnhof Constitucion weg, kann man zu Fuss laufen oder ueber die Subte-Station Caceros erreichen. Unser einer nahm natuerlich aus Zeitgruenden das Taxi und vereinbarte mit dem Fahrer, das er um kurz nach 5 Uhr an der gleichen Ecke wieder auf mich wartet, damit ich nachher mit meiner Weiterreise keine Zeitprobleme bekomme. Das Spiel (1:1) war dann quasi ohne Gaeste eh Nebensache, da Chaca nur am feiern war und gesangstechnisch einiges zu bieten hatte. Bin dann trotzdem 5 Minuten frueher raus, da die Strassen rund ums Stadion gut zugestellt waren, der Taxi-Pablo war natuerlich nicht da. Egal, das naechste verfuegbare nach 5 Minuten gekrallt, zurueck zum Hostel und das Gepaeck geholt.

Die Subte brachte mich dann zum Retiro, wo ich um 19 Uhr den Nachtbus in der gewohnten Komfort-Variante nach Puerto Iguacu zu den Wasserfaellen bestieg.


Puerto Iguazu

Gegen Mittag voellig entspannt angekommen nach 17 Stunden Busfahrt, da auf der Fahrt fast nur gepennt wurde. Es gab sogar 2mal Essen, was aber nicht so der Brueller war. Dazu gabs auch ein ganz nettes Entertainment-Programm mit "Fluch der Karibik", den Teil weiss ich allerdings nicht und einiger Musik. Vornehmlich spanischer Pop, aber auch Muenchner Freiheit ! Ich meine, da hoert die Globalisierung auf....

Am Busbahnhof traf ich dann zum ersten Mal die Herren Prahst und Pfeiffer mit denen noch einige Zeit verlabert wurde, leider wurde deren Planung des Tages etwas ueber den Haufen geworfen, so dass die beiden sich dann auch zum Flughafen aufmachen mussten. Ich bin dann zuerst ins Hostel, was nur etwa 150 Meter vom Busbahnhof weg ist (eigentlich ist hier alles nur 150 Meter weg, weil nicht so gross...). Hab mich dann auch relativ fix zur brasilianischen Seite der Wasserfaelle aufgemacht. Es gibt hier einen internationalen Bus, der an der argentinischen Grenze wartet bis der Stempel im Pass ist, aber an der brasilianischen Seite durchfaehrt. Wenn man da mit der Einreise fertig ist, wartet man draussen auf den naechsten Bus, der einen dann ins brasilianische Foz do Iguacu bringt. Von dort faehrt der Lokalbus dann zu den Wasserfaellen. Wenn man diesen Bus denn findet.... ich hab wieder mal das Taxi genommen, weil der Geldwechsel ewig gedauert hat und ich auch noch im Hellen dort sein wollte. Und es hat jede Muehe gelohnt, ein imposanter Anblick... Morgen gehts dann zur argentinischen Seite der Faelle, die wohl noch grandioser sein soll, bin mal gespannt...

Der Rueckweg war dann aehnlich chaotisch, mit dem Bus von den Wasserfaellen in die Stadt Foz do Iguacu gings noch, aber diesmal war der internationale Bus nach Argentinien nicht zu finden... Also wieder zur Taxi-Mafia, aber fuer einen relativ fairen Preis einen gefunden, der mich bis vor die Haustuer bringt ueber alle Grenzen hinweg und auch an den Kontrollen schoen auf mich gewartet hat. Top ! Der Trottel waere nur selbst fast an der Kontrolle gescheitert, weil er seinen Ausweis nicht gefunden hat... Abends habe ich im Hostel dann noch nen Studenten aus Hamburg kennengelernt, mit dem auch noch einiges verlabert wurde. Hab ihn ueberzeugt, nach seiner Rueckkehr nach Buenos Aires auch mal Fussball zu schauen...


Puerto Iguazu Tag 2

Heute morgen gings relativ frueh raus, da auch wieder ein strammes Programm vor der Tuer stand. Beim Fruehstueck noch etwas mit dem Zimmernachbar aus Hamburg Infos getauscht, weil er die brasilianische Seite auch noch sehen will, dann wurde auch schon das Zimmer geraeumt und das Gepaeck im Hostel eingelagert bis abends. Zuerst ging es die wenigen Meter bergauf zum Busbahnhof um die Weiterreise nach Brasilien klar zu machen. Doch das war gar nicht so einfach, weil einige Unternehmen Fahrten nach Sao Paulo nur mit Mittagsbussen im Programm haben, die dazu noch nachts in Sao Paulo ankommen. Ein Bus war sogar schon voll. Darauf hatte ich eigentlich ueberhaupt keinen Bock, nicht nur wegen der Ankunftszeit, sondern dann haette ich fast nix von der argentinischen Seite der Wasserfaelle sehen koennen. Nach kleinerer Suche habe ich das Unternehmen Pluma gefunden, von denen ich schon im Internet gelesen hatte, die boten einen Bus an um 19.30, das passt genau, allerdings nur die etwas schmalere Comfort-Variante. Egal wird schon gehen, sind ja nur 17 Stunden....

Da der Bus bar bezahlt werden musste, stand dann Geldautomat auf dem Programm und danach gings mit dem Local-Bus zu den Wasserfaellen. War heute nicht besonders viel los, auf das Regencape habe ich dann doch verzichtet, zu dem mir die Herren Ringel und Schneider empfohlen hatten, weil hier irgendwie keiner damit rumgelaufen ist. Im Park selbst kann man verschiedene Trails mit diversen Aussichtspunkten ablaufen, dazu kann man mit nem Boot nochmal auf ne Insel im Fluss uebersetzen und sich die ganzen Wasserfaelle von dort nochmal anschauen. Zur Hauptattraktion ¨Gargante del Diablo¨fuehrt dann eine Schmalspurbahn, die auch meine 1. Anlaufstelle sein sollte. Vom Halt der Bahn ging es nochmal einige Meter ueber Metallbruecken uebers Wasser zur Aussichtsstelle unmittelbar neben der Bruchstelle der Wasserfaelle. Der Hammer: die Bilder, die Geraeusche, einfach unbeschreiblich. Man guckt einfach nur und die Zeit fliegt. Ab und an muss man mal kurz in Deckung gehen, weil die Gischt schon relativ nass machen kann.... Nach unzaehligen Fotos konnte ich mich dann doch mal vom Anblick trennen und hab mich dann auf dem Weg zurueck zu den anderen Trails gemacht, die ich mit allen Aussichtspunkten abgelaufen bin, auch hier gab es einige spektakulaere Ansichten der ganzen Wasserfaelle. Gegen nachmittag ging es dann leider wieder zurueck zum Hostel zum Gepaeck holen.

Der Weg auf die brasilianische Seite zur Busabfahrt war ja von gestern noch bekannt. Der Bus war auch recht komfortabel, allerdings mit wenig Platz zum Nebenmann. Anfangs war der Bus noch leer, weshalb ich auch erstmal nen Doppelsitz fuer mich alleine in Beschlag genommen habe. Allerdings sollte diese Herrlichkeit nicht lange dauern, da ungefaehr alle halbe Stunde ein Busbahnhof vorbeikam und Leute eingestiegen sind. Irgendwann mache ich in Brasilien auch nen Busbahnhof auf...


Sao Paulo Ankunft

Leicht geraedert angekommen gegen 12 Uhr am Terminal ¨Tiete¨in Sao Paulo, einem Riesen-Busterminal im Norden der Stadt. Die Fahrt war besser als anfangs erwartet, auch wenn ich mitten in der Nacht doch boese Befuerchtungen hatte... Ein Halt mitten im Nichts und ich wurde wach durch heftigte Diskussionen ausserhalb des Busses, bei dem sich die Busfahrer mit einigen Insassen heftige Wortgefechte lieferten. Es ging wohl um Gepaeck bzw. Leute, die noch fehlen und auf die man warten sollte. Diese Leute haetten mit Ihrem Anschlussbus Probleme gehabt mit der Polizei wegen der Menge des Gepaecks. Na da bin ich ja mal gespannt... Eine Stunde sinnlos rumstehen war dann irgendwann beendet als die Leute eingetroffen waren und die hatten unmenschlich viel Gepaeck dabei. Mehrere von diesen Riesen-Plastiktaschen und der Gepaeckraum war bald auch randvoll. Irgendwann gings dann aber los, auch wenn ich staendig den Ellbogen meines Nachbarn gespuert habe, konnte ich doch einige Stunden gut schlafen.

Nach kurzer Orientierung ging es dann ins vorher gebuchte ¨Downtown Hostel¨, was mir von den anderen Jungs empfohlen wurde, die dann am folgenden Tag auch wieder dort einlaufen sollten. An der Metro kurz vorm Hostel gabs dann leichte Probleme, die richtige Strasse zu finden, aber dafuer schon mal einen ersten Einblick in den Moloch... Hochhausschluchten, dicke Luft und einige Leute die noch muede waren und einfach an der Strasse genaechtigt haben. Hammer... Das Hostel war dann irgendwann gefunden und direkt eingecheckt. Nach kurzem Rundgang und ausgiebiger Dusche konnte ich dann vom Hostel die richtigen Tips bekommen, wie ich abends zum Morumbi-Stadion komme um dort das Spiel der Copa Libertadores zwischen FC Sao Paulo und Cruzeiro (0:2) zu sehen. Da das Spiel erst um 22 Uhr Ortszeit anfing und danach keine Metro oder Busse mehr fahren, hiess es Taxifahren und somit Spannung...

Fuer den Weg zum Stadion ist in jedem Fall Zeit notwendig weil es sauweit ausserhalb liegt und in dieser Riesenstadt eigentlich immer Verkehr ist. Der Bus brauchte dann auch 2 Stunden bis zum Halt in der Naehe des Stadions und da war auch knapp 2 Stunden vorm Spiel schon ordentlich was los. Das Ticketproblem war relativ schnell geloest, auch wenn kein normaler Verkauf stattfand, aber man kennt ja seine Pappenheimer...:-) Zu Beginn war die Riesenschuessel, in die normal etwa 80.000 reingehen mit knapp 53.000 sehr gut gefuellt, da einige Bloecke als Puffer frei blieben. Gaeste waren auch reichlich da und als Intro gabs von der Torcida Independente des FC Sau Paulo ein paar Bengalen mit blinkenden Silberblaettern, sah ganz nett aus. Die Stimmung ist bei weitem nicht mit Argentinien zu vergleichen. Es ist zwar immer was zu hoeren, aber nie richtig laut. Der Spass ist den Jungs aber relativ schnell vergangen, weil nach roter Karte und Rueckstand die Gaeste das Ding sauber eingefahren haben. Nach Elfmeter und dem 0:2 kurz vor Schluss gings fuer mich dann auch schnell Richtung Ausgang um ein Taxi zu erwischen und es war auch hoechste Zeit. Hatte sogar Glueck und einen fairen Kollegen mit Taxameter erwischt. Im Hostel dann war ich nochmal kurz geschockt, weil mein von mir gemachtes Bett belegt war, der Insasse dann aufgrund meiner ¨Ansprache¨auch etwas verunsichert war, aber ich dann feststellen musste, dass ich mittags einfach das falsche Bett gemacht habe... Sorry...


Sao Paulo Tag 2

Ich glaube, der Insasse meines vorher falsch gemachten Bettes hatte Angst vor mir, denn er war frueh verschwunden... Nach ausgiebigem Fruehstueck, was hier in diesem Laden absolute Klasse hatte (frisch gepresste Saefte, klasse Broetchen, Kuchen, mehrere Sorten frisches Obst), ging es dann zum anstrengenden Teil ueber, zum Kampf durch die Hochhausschluchten.

Zuerst allerdings mal das Gepaeck kurz eingelagert, da ich mit den Jungs, die heute Mittag anreisen in dem Laden fuer 3 Naechte nochmal eine gesonderte Reservierung habe. So konnte ich dann in aller Ruhe zur Besichtigung starten, dafuer hatte ich allerdings nicht so viel Zeit eingeplant, da hier einige Bekannte und auch der Lonely Planet nicht besonders viel dolles zu berichten hat. Ziemlich asselige Stadt, nur Hochhaueser waren die Attribute. Muss allerdings sagen, dass es hier einige nette Ecken gibt, die ganz angenehm sind, vor allem die Kathedrale von Sé ist ein Highlight, sollte man gesehen haben. Die Hochhaueserschluchten haben teilweise auch ihren Reiz. Sicher nicht der schoenste Flecken Erde, aber auch nicht sooooo haesslich wie es der Reisefuehrer hergibt. Am spaeten Nachmittag wurden dann durch Zufall auf dem Rueckweg zum Hostel die Herren Prahst und Pfeiffer eingesammelt, die etwas herrenlos die Strasse querten. Zusammen gings dann aufs reservierte Zimmer und spaeter dann in die Bar der Dachterrasse, die hervorragende Caipis zum Sonderpreis im Angebot hatte, allerdings sollte man hier Mass halten, auch geuebte Trinker haben beim 2. schon runde Fuesse.... Auch unsere australischen Thekennachbarn hatten schon einige genascht, aber mit dem Ehepaar konnte man sich nett unterhalten, das ist halt immer wieder genial, was man in solchen Hostels fuer Leute kennen lernt.

Noch etwas zum ¨Nachtleben¨: man muss sagen, das diese Stadt nachts ihre haessliche Fratze zeigt. Es ist definitiv nicht ratsam, nachts alleine auf der Strasse rumzulaufen. Wenn man auf seinen Kram aufpasst, passiert auch nix, aber das Volk was hier rumspringt ist schon gewoehnungsbeduerftig. Bei dieser Gelegenheit, oft aber auch schon tagsueber sieht man auch die sehr praesente Armut in dieser Stadt. Leute, die auf der Strasse schlafen oder im Schutz der Dunkelheit den Muell duerchwuehlen, sicher nix fuer schwache Gemueter...


Sao Paulo Tag 3 / Campinas

Gut ausgeschlafen und gut gefruehstueckt ging es heute morgen erstmal ins Internet um ein paar Sachen zu klaeren, unsere Gruppe war dank Michel aus Frankfurt auf 4 angewachsen. Danach ging es zum Busterminal Tiete, von dem unser Bus nach Campinas abfahren sollte zum heutigen 2.Ligaderby. Unser Kontaktmann im Hostel hatte wieder die Infos zur richtigen Anreise parat, der Mann vermittelt hier die Taxis und ist ein ziemlich abgedrehter Anhaenger von Palmeiras, was er durch Tattoo auf dem Ruecken auch belegt hat.... Er freut sich immer, wenn er uns sieht und freut sich, das es genauso fussballverrueckte Leute gibt...

Am Busterminal war der richtige Ticketschalter schnell gefunden, 15 Minuten spaeter sassen wir schon im sehr bequemen Bus nach Campinas. Die Stadt liegt im Bundesstaat Sao Paulo, etwa 90 km von der Stadt Sao Paulo weg, definitiv ein Riesenland mit gigantischen Ausmassen... Nach 2 Stunden war das Ziel erreicht, auch wenn wir das unterwegs schon paar Mal dachten, aber selbst die Orte beim Zwischenhalt waren schon verdammt gross. Anstoss beim Derby zwischen AA Ponte Preta und Guarani FC (0:1, Stadtderby) sollte um 16.10 Uhr sein, der Bus fuer den Rueckweg sollte an sich problemlos erreicht werden. Mit dem Taxi gings zum Stadion, allerdings war dort erstmal der Schock gross, da keine Karten verkauft wurden und hier nur Leute mit einer Art Clubkarte rein konnten. Da war guter Rat teuer, gluecklicherweise hatte der Herr Pfeiffer gleich den richtigen Mann angebabbelt, der zwar kein englisch konnte, aber unser Problem recht schnell erkannt hatte. Der wiederum wusste Hilfe von einem, der dann englisch konnte und uns sagte ¨one monent please¨. Das hoerte sich schon mal gut an und nach und nach hat er eine Karte beigezaubert, mit der wir dann reingekommen sind. Sensationell, das allerbeste: er wollte keinen Pfennig, pardon Centavo dafuer haben ! Glueck muss der Mensch haben... Zu sehen gab es dafuer ein sehr stimmungsvolles Derby, mit sehr aktiven Fangruppen. Im Gaestebreich gab es auch mal kurz Aerger mit der Polizei, der Grund war nicht so ganz zu erkennen, aber auf jeden Fall war einige Aufruhr.

Immer noch etwas unglaeubig ueber unser Glueck ging es zurueck zum Ausgangspunkt um wieder ein Taxi abzugreifen, allerdings war keins da. Da man hier generell wohl keine Taxis auf der Strasse abgreifen soll, sind wir zum naechsten Hotel gelaufen, welches uns eins rufen wollte. Recht schnell kam ein Fahrer angelaufen und nachdem wir verstaut waren und auch dazu noch seine Nougatberliner (sahen zumindest so aus) ging es wieder Richtung Busbahnhof. Dort hatten wir grad noch so einen Bus zurueck bekommen, da die Busse am Samstag doch nicht so regelmaessig fuhren, aber drin ist drin und nach einem Abendmahl ging es wieder in die Hostelbar, auch unsere Australier waren wieder am Start ....


Sao Paulo Tag 4 / Derbytime

Ein aehnliches Fruehprogramm wie gestern stand an, wir wollten auf dem Markt von Liberdade vorbeischauen, der Sonntags ganz nett sein soll. War zwar klein, aber trotzdem recht faszinierend, da es sich bei dem Viertel um ¨Chinatown¨in Sao Paulo handelt. Vorher haben wir auch dem Markt auf dem Praca da Republica in unserer Naehe die Aufwartung gemacht, der einiges zu bieten hatte, eine ganze Menge Kleinkunst, die dort ausgestellt wurde. Wieder einige dieser kleinen Oasen, die die Stadt dann doch nicht ganz so haesslich erscheinen lassen. Nach einem ausgiebiegen Rundgang in Chinatown ging es zurueck zum Hostel um die erstandenen Waren abzuliefern.

Nach dem Boxenstop ging es dann zum erwarteten Highlight, dem Stadtderby in Sao Paulo zwischen den Corinthians, gerade erst wieder aufgestiegen und dem letzten Meister FC Sao Paulo. Bei den Corinthians laeuft derzeit niemand geringeres auf als ¨El Fenomeno¨ Ronaldo, der nach seinem Europa-Abstecher und diversen Abstechern ins Nachtleben in Frauenklamotten an seiner Form arbeitet. Knapp 2 Stunden vor Anstoss vor Ort hatte bei mir die Ticketreservierung bestens geklappt, bei den Kollegen leider nicht. Das gleiche Problem wie gestern, wieder kein Verkauf am Spieltag und nur Leute mit Clubkarte kommen rein. Allerdings war hier ein gepflegter Schwarzmarkt vorhanden, sollte dann funktionieren. Nachdem ich nach laengerem unherirren meinen richtigen Eingang gefunden hatte, schaute ich mir dann das Treiben im Stadion an. Bei weitem nicht ausverkauft fuellten sich die Tribuenen trotzdem ganz ordentlich, allerdings war der Gaestebesuch eines Derbys unwuerdig. Corinthians hatte ein paar ganz nette Fahnen zu bieten, ansonsten war der Support ok, aber nicht aussergewoehnlich. Kurz vor Anpfiff kam dann die erloesende sms: ¨sind drin, frag nicht wie¨. Na ja, das hat wenigstens geklappt, kurz darauf wurden die Jungs auch in Empfang genommen. Hatten auch eine aehnliche Odyssee hinter sich und dann in einigen Situationen Glueck, aber zumindest haben die dann einen freundlichen Menschen gefunden, der dann noch 3 Karten rausgerueckt hat und das auch wieder fuer umme !

Die Stimmung blieb gut, da man recht schnell in Fuehrung ging und den Meister mit 3:1 doch recht deutlich in die Schranken gewiesen hat. Aber es ist schon der Hammer den Herrn Ronaldo zu beobachten, der von seiner koerperlichen Form nur noch ein Schatten von frueher ist. Ist zwar immer noch in der Lage ein Tempo-Dribbling anzusetzen, brauch danach aber ein Sauerstoffzelt und steht erstmal einige Sekunden bewegungslos in der Gegend rum. Aber auch wiederum ein Zeichen, das auch aus einem uebergewichtigen Menschen etwas werden kann mit dem richtigen Trainer...:-) Nach dem Spiel ging es mit der Metro wieder zurueck und zur Nachrungsaufnahme nochmal um die Ecke und zur Feier des Tages bzw. des letzten abends werden sicher noch ein paar Caipis und Brahmas fliessen...


Sao Paulo - FINALE

Da sitze ich hier im Internet-Cafe um meiner Schwester ne email zu schreiben und schon ist auch die Tour bald Geschichte. Haben grad unsere Lumpen zusammengepackt, nochmal eine Schneise ins Fruehstuecksbuffet gehauen und in rund einer Stunde geht es mit dem Taxi unseres Palmeiras-Mannes zum Flughafen.

Bin schon gespannt, zuhause die ganzen Fotos und Videos zu sichten und bei vernuenftigem Sound sich alles nochmal anzuschauen. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen einigermassen Spass und konntet an unseren Eindruecken teilhaben, es war auch auf jeden Fall bis jetzt eine Sahne-Tour und der Rueckflug wird hoffentlich ebenso genial entspannt wie der ganze Rest. Leider gibts keinen Cama-Bus ueber den Ozean...


Quelle: http://www.ballofdirt.com/journeys/21422.html

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Aktualisiert am  
 
13.07.2017
 
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