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Saison 2004/2005

Saison 2004/2005  


15.5.2005 Energie Cottbus - SGE (0:3)

Die Zeit der Vergessenen und Geächteten. Ich schien irgendwie einsam zu sein. Obwohl 16'000 weitere Fans im Stadion waren, unter ihnen über 3000 Landsleute, die für die gleiche Eintracht fieberten, mehr als 500 Kilometer von zuhause entfernt. Es schien zu frieren. Doch nicht der Kälte oder des einsetzenden Regens wegen. Obwohl sie rund um mich herum sangen und johlten, war ich eher leise. Aber still sitzen konnte ich nicht. Immer wieder sprang ich auf und schüttelte ich den Kopf, gelegentlich brüllte ich aufs weit entfernte Fussballfeld hinaus. Laut und unverständlich.

Selten eine solche Anspannung erlebt, ist mir eigentlich noch nie passiert. Auf dem besten Weg zum Aufstieg und kurz vor der Ziellinie gestolpert, gegen Duisburg. Dann ausgerechnet nach Cottbus, die noch einen Punkt zum Überleben brauchen. Doch die Zeit der launischen Diva scheint vorbei, zielstrebig geht die Truppe zu Werke und das 1:0 von Alex Meier, der am Montag von fast allen am liebsten aus dem Stadion gejagt worden wäre. Was freut mich das, gerade er. Nicht wenige haben ihn ja auf dem Kieker wegen seiner teilweise risikoreichen Spielweise. Andersrum wird ein Schuh draus: Er hat Mumm, versucht Sachen, die sich andere nicht trauen. Da geht halt auch mal was schief, da geht schon mal ein Elfer in die Finger des Torwartes, der sonst nicht mal Abschläge kann. Nach einer glänzenden Pröll-Parade dann 2:0 und 3:0. Wieder Meier. Wie geil ist das denn ?

Ein anderer der Vergessenen und Geächteten verrichtet auch unauffällig seinen Dienst: Andree Wiedener. Eher in der Kategorie der Grobmotoriker zu finden und der Ball ist sicher nicht immer sein Freund, aber momentan die Sicherheit und Zuverlässigkeit in Person. Genauso Torben Hoffmann, ein Muster an Zuverlässigkeit, trotz seines Wechsels zum direkten Aufstiegskonkurrenten. Im Fußball geht es halt auch nicht immer um Kohle, sondern auch mal darum, daß sich die Familie nicht so wohl fühlt.

Dieser eine verdammte Sieg noch.

TM


29.04.2005  RW Erfurt - SGE (0:3)

Lange stand es auf der Kippe, ob ich mir das Spiel überhaupt vor Ort anschauen könnte. Betriebliche Gründe, ausnahmsweise mal berechtigt, und ich sollte eigentlich mindestens bis 16 Uhr anwesend sein. Da muss man sich halt mal quälen und ein paar Tage früh raus, gibt ja schließlich nix geschenkt. Hätte mich doppelt geärgert, wenn ich bei der Auto-Besatzung nicht hätte mitfahren können, doch dazu später mehr.

Trotzdem hatte ich mich auch heute wieder auf das Spiel und das Drumherum gedanklich vorbereitet. Dank der glücklichen Auslosungen spielen wir ja schon zum 4. Mal in Erfurt, obwohl wir erst seit diesem Jahr in einer Liga spielen (hat der Hoyzer eigentlich auch schon mal Pokallose gezogen ?). Wie dem auch sei, ein ziemlich mulmiges Gefühl hatte man schon wegen des Gegners und dank Stau kamen wir auch kaum richtig vorwärts. Da hat man schon mal Gelegenheit sich auch mit anderen Sachen zu beschäftigen. Bei unserer Besatzung war jedoch die Richtung relativ schnell klar. Mir ging es hauptsächlich um die bevorstehende Thüringer Rostbratwurst, Uwe Z. beschwor nochmal seine Wettscheine und Stefan F. bevorzugte Themen aus dem "zwischenmenschlichen" Bereich.

Besonders interessant war dann die Schnittmenge aus allem, als es um das neben uns fahrende polnische Auto ging oder um die Bedienung in Uwes Spielhölle. Auch biblische Themen blieben hier nicht aus. Als es um die Rostbratwurst ging, beschwerte sich Fahrer Uwe bei mir, dass sein Auto bergauf nicht mehr so den richtigen Zug entwickelte, weil ich mich auf der Rückbank räkelte. Völlig fassungslos waren wir jedoch, als uns unser Fahrer eröffnete, daß er sich abends am TV gerne mal Vogelstimmen anhört oder sich auch gerne mal Deutschlands schönste Bahnstrecken anschaut. Wir hatten zwar vermutet, daß er beim "o" von Vogelstimmen wohl 2 Punkte vergessen hat, aber er meinte es ernst.

Irgendwann kamen wir auch mal an und wir hätten uns brachial geärgert, wenn wir zu spät gekommen wären. Was ist nur auf einmal mit denen los? Ich will nur mal ne Schlagzeile einer Zeitung vom Samstag zitieren: "Eintracht fegt über RWE hinweg". Ich habe lange keine Frankfurter Mannschaft so auftrumpfen gesehen, das erinnerte schon manchmal an den berühmten "Fußball 2000" mit Okocha, Bein, Yeboah usw.

Seit dem Wochenende habe ich aber auch das Gefühl, als könnte es was werden mit dem Aufstieg. Das Fieber steigt, vielleicht werde ich mich die nächsten Tage auch mal mit Vogelstimmen beschäftigen. Wenn´s hilft ?!

TM


17.4.2005  BSG Wismut Aue - Eintracht (0:5)

Eigentlich hatte ich meinen Bericht vor dem Spiel schon im Kopf, fast sogar schon geschrieben. Was sollte besonderes passieren bei einer der heimstärksten Mannschaften der 2. Liga und bei unseren "souveränen" Auswärtsauftritten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, deshalb hier 10 Gründe für einen sensationellen Fußballnachmittag:

1) Ich werde am Morgen mal nicht von irgendwelchen Spinnern geweckt, die mich evangelisieren wollen oder sonst ein Problem haben.

2) Freie Fahrt für freie Bürger ohne Stau, dabei keine Pöbelei von meinen Mitfahrern gegen vor oder hinter uns fahrende Heimfans.

3) Europapokalfeeling beim Grenzübertritt.

4) Massives Polizeiaufgebot, aber trotzdem relativ freundliche und zurückhaltende Kontrollen.

5) Sensationelles Essensangebot im Auswärtsbereich (TOP 3 in Europa).

6) Wir mußten uns nicht einmal den "Holzmichel" anhören.

7) Es steht eine Mannschaft auf dem Platz. die nicht den Eindruck macht als habe sie sich schon mal den Pensionsanspruch ausrechnen lassen.

8) Andree Wiedener spielt fehlerfrei !

9) Der Schiedsrichter wurde nicht einmal als Hafennutte beschimpft.

10) Uwe Zielinski ist von der Umgebung so begeistert, daß er sogar hier Urlaub machen will und erwägt, ein Haus zu kaufen.

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Und wenn wir in der nächsten Saison noch eine Klasse über den Mainzern spielen, wäre das sogar noch geiler. Darauf gönne ich mir zur Feier des Tages erstmal einen Goldbroiler und eine Vita-Cola.

TM


03.04.2005 LR Ahlen - Eintracht (3:2)

Horst lebt auf einem Bauernhof in Ahlen. Er kann das Meer nicht sehen, aber neben seinem Bauernhof gibt es einen Bach. Dieser Bach wird Werse genannt. Es gibt eine sehr schöne Brücke über den Bach und daneben ein Stadion, in dem Fußball gespielt wird. Nicht besonders erfolgreich, aber immerhin in der 2. Liga. Wenn Horst von der Brücke schaut, kann er das Meer fühlen. Er weiß, wenn er seine Flaschenpost von der schönen Brücke sendet, wird Sie in New York, Sidney oder in Biebrich ankommen.

Margaret ist eine der beiden Kühe von Bauer Horst. Normalerweise stehen die Kühe fressend im Stall, doch alle 2 Wochen ist etwas anders. Da wird aus dem gewöhnlichen Stall ein Ballett-Theater, die Kühe werden ganz verrückt, wenn die Horden von Fußballern hier vorbeiziehen. Margaret tanzt Ballett, weil Sie nicht gut singen kann. Fröhliche Kühe singen nicht, sie tanzen. Besonders wenn Mannschaften vorbeikommen, die Punkte hier lassen. Der Hahn freut sich und kräht, die Katzen schnurren, aber die Kühe tanzen. Das gibts nur hier.

Bauer Horst hat gerade einen Brief geschrieben und sendet eine Flaschenpost von der schönen Brücke, als er etwas aus dem Stall hört. Margaret tanzt, weil Ahlen 3:2 gewonnen hat. Horst lauscht vorsichtig und ist glücklich, er zieht seine rot-weißen Gummistiefel an und läuft zum Stadion und betrachtet die ganzen Menschen. Die eine Hälfte feiert und die andere Hälfte hadert. Warum schafft es eine durchaus spielstarke, durchaus ambitionierte Mannschaft nicht, in Ahlen bei einem biederen, rechtschaffenen Team zu bestehen? Es gab keinen Hexenkessel mit frenetischen Fans, es gab keinen knüppelhart einsteigenden Gegner. Es gab nur eine hasenfüßige, mutlos auftretende Frankfurter Mannschaft. Nur ein Frankfurter ist zufrieden, Dr. Psycho hat einen Nachfolger gefunden.

Horst macht auf seinen Partystiefeln kehrt und ist auch zufrieden.

TM


14.03.2005 1860 München - Eintracht (2:1)

Spiele in München sind immer ganz angenehm, wenn man mal vom Fußball absieht. Gibt nie was zu holen (außer dem 2:1 bei den Bayern, sind dann aber auch abgestiegen), aber immer eine gute Gelegenheit, meinen besten Kumpel Christian mal wieder zu treffen. Zu diesem Anlaß lernte ich auch seine neue Freundin Tine kennen, die heute zum 1. Mal ein Fußballstadion von innen sehen sollte. Zusammen ging es dann ins Stadion nach einer gepflegten Portion Obatzda. Was sich für den ungeübten Bayern-Besucher vielleicht als neue Automarke aus dem Fernen Osten anhört, ist in Wirklichkeit eine der beliebtesten Wirtshausspeisen im Stoiber-Land (darf man Stoiber heutzutage eigentlich noch mit "oi" schreiben ?). 500 g reifer Camembert, 80 g Butter, Salz, Rosenpaprikapulver edelsüß und ein malziges Bier. Alles schön kleindrücken und vermischen und fertig ist Obatzda, schmeckt mit ner Brezn sehr lecker.

Wie dem auch sei, zum letzten Mal Olympiastadion war angesagt, eine der stimmungsfeindlichsten Arenen in Deutschland. Im nächsten Jahr zieht man um in die Allianz-Arena, die man bei der Fahrt nach München rechts der A9 schon bewundern darf. Mit am Start war auch nach langer Zeit mal wieder der Herr Zielinski, natürlich nicht ohne seine heißgeliebten Wettquoten. Wir alle kennen ja unseren Herrn Zielinski mit dem Charme eines Pit-Bull (hatte ich glaube ich schon mal irgendwo geschrieben), der noch für allerhand Erheiterung sorgen sollte. Besonders lustig war die Szene, als er nach einem Foul eines Frankfurter Spielers und dem Protest des hinter uns sitzenden 60-er-Fan diesem Unzucht mit seiner Tochter androhte. Die anderen Klassiker mit Hafennutte usw. kennen wir ja, auch Schiri Weiner bekam (verdientermaßen) sein Fett weg. Tine war es nicht ganz geheuer, deshalb setzte Sie sich einen Platz weiter, obwohl ich sagte, daß der Uwe harmlos ist und eigentlich nur spielen will. Nach dem Spiel bedauerte er sogar den einen oder anderen Ausspruch in Gegenwart einer Frau.

Schade, daß wir dieses Spiel verloren haben, wie schon im Hinspiel waren wir besser. Der couragierte Auftritt in der 2. Halbzeit war einer der besseren Auswärtsauftritte, bringt aber alles nix. Punkte gibt’s keine und es wäre doch mal nett, wenn ein Schiedsrichter auch mal einen Fehler eingestehen könnte, der Herr Zielinski hat es ja auch getan…..

TM


Pressemeldung:

Ffm, 04. März (Reuters): Nach der Umbenennung des Waldstadions in Commerzbank-Arena, vermeldet nun auch Mainz 05 die Umbenennung des eigenen Stadions.

Nachdem in der letzten Woche das Waldstadion als weltbekannte Kultstätte mit hohem Marketingpotential für viele Millionen EURO in Commerzbank-Arena umbenannt wurde, zieht nun Mainz 05 nach. Nach Aussagen des Präsidiums konnte man mit dem Toiletten-Vermieter Dixi einen neuen Kooperationspartner gewinnen. Ab der kommenden Saison wird daher das Stadion nicht mehr den bekannten Namen Bruchweg sondern Dixi-Arena führen. Branchenkreise berichten, dass Mainz 05 hierfür ein jährliches Entgeld von EUR 5000,-- bekommen wird. Die Firma Dixi teilte in einer Presseerklärung mit, dass man sich keinen besseren Partner hätte wünschen können. Passt doch kein Verein so gut wie die 05er zum Kerngeschäft von Dixi. Auch hat man sich für die Zukunft viele gemeinsame Marketingaktivitäten vorgenommen. So werden z.B. die Eintrittkarten künftig ganz in braun und als großer Clou dreilagig gehalten sein. Auch wird bei jedem Tortreffer der Auswärtsmannschaft künftig eine Sirene im Stadion ertönen, die eine Toilettenspülung darstellen soll.


27.02.2005 RW Oberhausen - Eintracht (0:3)

Wieder mal so eins dieser sinnlosen Spiele. Nach dem Dresden-Debakel war ich eigentlich sicher, daß ich meine Serie reißen lasse, nicht unbedingt in Oberhausen, aber diese Saison noch. Manchmal kostet es schon schwere Überwindung sich zum Spiel der Eintracht aufzumachen, vor allem nach den Wechselbädern der letzten Wochen und beim Blick auf das Thermometer. Ich könnte auf meinem gewärmten Sofa sitzen, das Fernsehgerät läuft auf Hochtouren und der DVD-Player schiebt Extraschichten. Ab und zu eine kurze Unterbrechung durch Nahrungsaufnahme von ausgewählten Speisen und Getränken (ok, kann auch mal länger werden…), warum also das Haus verlassen, wenn einen auch noch der Kollege Zielinski im Stich läßt und nach Teneriffa abhaut ?

Zugegebenermaßen war ich schon Samstag im Ruhrpott, aber man muß sich das trotzdem mal vorstellen. Kann man keinem normalen Menschen erklären. Außerdem gibt es in Oberhausen nie was besonderes zu erleben. Scheiß-Stadion, Scheiß-Sicht, keine Stimmung und keine Zuschauer. Und die Verpflegung ist auch nur bedingt genießbar. So blieb man auch bis zum allerletzten Moment in einem warmen Cafe um dann kurz vor Anpfiff die "Kanalkurve" zu entern. Einer der bescheuertsten Kurvennamen der Welt. Na ja, was soll man sagen, das Spiel lief auch genauso wie die Auswärtsspiele zuvor. Eigentlich klar, man wundert sich ja auch nicht, daß der Papst katholisch ist. Auf einmal steht es 1:0 für uns, oh Wunder. Die Jungs können auswärts doch noch Fußballspielen. Der Vorsprung wurde verdient ausgebaut und, ihr ahnt es wohl schon, es war arschkalt ! Ein verdienter Sieg, auch unser Koreaner traf mal wieder. Nachdem ich mir bei seinem vergebenen 70-Meter-Alleingang schon fast alle nicht mehr vorhandenen Haare ausgerissen habe, so wurde er von der Kurve gefeiert mit "Auf geht’s Du-Ri, schieß ein Tor….". Da ließ er sich nicht 2mal bitten und netzte zum 3:0 ein. Sonst gab es aber definitiv nichts erwähnenswertes an diesem Tag. Und das mit der Serie muß ich mir doch nochmal überlegen.

TM


11.02.2005 Dresden - Eintracht (2:1)

Nun stand also das langersehnte Auswärtsspiel in Dresden an, im wilden Osten. Oder etwa nicht langersehnt ? Hier im Westen geht man immer noch davon aus, dass kahlköpfige Horden aus der Sonderwirtschaftszone Plattenbau, gefrustet durch ihr Hartz IV Schicksal, wildernd durch Städte ziehen wollen, mit einem einzigen Ziel: Vernichtung. Diese oftmals anzutreffende Einschätzung zeigt andererseits auch eine gewisse Arroganz der „Wessi"-Fans, vor allem aber der Sicherheitskräfte. Kommt man ins Gespräch mit anderen Fans, zeigen sich diese oftmals von der „Gefahr aus dem Osten" fasziniert, gleichzeitig aber auch enttäuscht, wenn sie erfahren, dass auch dort nichts anderes passiert als in ihren Vereinen.

Der wilde Osten existiert weiterhin, wenn auch nur im Fußball. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Ost- und West-Fußballfans besteht so gut wie nicht mehr. Pfiffe bei Misserfolgen, es gibt Fanbetreuer, Fanartikel und Marketingkonzepte ähneln sich. Lediglich das Bild untereinander, auch vierzehn Jahre nach der Wiedervereinigung, wird noch durch einen Verzerr-Effekt bestimmt. Oftmals fehlt einfach der beiderseitige Wille den Mythos zu brechen.

So ging es dann witterungsbedingt nicht mit dem Auto ins ehemalige Tal der Ahnungslosen, sondern per Sonderzug. Inzwischen mit Westfernsehen ausgestattet, waren alle ziemlich gespannt, was da auf uns wartet. Zunächst mal ne relativ angenehme Fahrt, auch wenn gerade in meinem Wagen extrem viele pflanzliche Produkte in Form von Zigaretten verzehrt wurden. Im Dresdner HBF ging es dann in einen wegen Bauarbeiten abgesperrten Teil und dann weiter per Viehtransport unter Polizeibegleitung per pedes zum Stadion. Auch recht entspannt, außer ein paar frustrierten und pöbelnden Plattenbaukindern und 3-4 fliegenden Flaschen. Der größte Skandal jedoch am Wegesrand: Döner für 1,70 Euro !! Ich versuchte den Ausbruch aus dem Sammeltransport, der mir jedoch verwehrt wurde. Seelische Grausamkeit ersten Grades ! Am Stadion wurden wir zur Präsentation am Gästeblock vorbeigeführt, wobei hier die ersten Dynamos aus Freude quer am Zaun hingen. Alles relativ ruhig und das Spiel bodenlos schlecht, ging es nach dem Spiel den gleichen Weg mit gleicher Begleitung wieder zurück. An diversen Kreuzungen lungerten noch ne Menge finsterer Gestalten rum, wurden aber von der Staatsmacht leicht zurückgedrängt, die insgesamt (muß man auch mal sagen) nen guten Job gemacht haben. Soviel zum "Wilden Osten".

TM feat. Blutgrätsche


30.01.2005 Kallsruh – Eintracht (3:0)

Tja, die Wettmafia. Da dachte man doch, wir leben auf einer Insel der Glückseligkeit und so was gibt’s nur in den Bananenrepubliken, auf einmal gibt’s so was auch bei uns. Eigentlich unglaublich, aber der Hammer ist sogar, dass auch unser Fanclub davon nicht verschont ist.

Während sich ganz Deutschland darüber ärgert, dass z.B. beim DFB-Pokal beschissen worden ist, so hat sich hier eine Person aus dem Fanclub (Name der Redaktion bekannt) im Gegensatz dazu gefreut. „Ich hab auf Paderborn getippt !“. Aha. Da erscheinen so diverse Prognosen aus den letzten Monaten in einem ganz anderen Licht. Was gemeinhin als Pessimismus abgetan wird, bekommt eine ganz andere Bedeutung. „Wir verlieren heute 100%“ oder „Heut geht gar nix“. Weiß er was ? Wie sind seine Kontakte nach Berlin zum Cafe King und zu Robert H. ? Das sind Fragen, die man sich stellen muss.

Aber ehrlich gesagt, bei unserem Saisonverlauf muss man sich die Frage nach Bestechung nicht stellen. Ich warte darauf, wann die Eintracht-Spiele aus der Wertung genommen werden, denn die Tendenz ist eigentlich seit Monaten gleich. Zuhause hui und auswärts pfui, nur in Burghausen gab es einen Ausreißer, allerdings war der Gegner dort unterirdisch schlecht. In Karlsruhe hatte man von Anfang an nicht das Gefühl, man könnte hier was reißen. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man den Weg weitergehen soll und die Mannschaft an den entscheidenden Stellen verstärkt, dann klappt es auch irgendwann wieder mit dem Aufstieg. Wetten dass ?

TM


26.11.2004 MSV Duisburg - Eintracht (1:1)

Wenn man an Duisburg denkt, fällt einem zwangsläufig der Name Schimanski ein. Vorname Horst, Kommissar der Kripo Duisburg. Allerdings nicht in echt, sondern im TV. Ein Mann, bei dem ein echter Kommissar der Kripo Duisburg gesagt hatte, daß der bei ihm nicht mal Fahrraddiebstähle aufklären dürfte."Diese Sendung war eine infame Beleidigung für jeden anständigen und korrekten Beamten, der seinen aufopferungsvollen Dienst für die Bevölkerung verrichtet". Aha. Was fällt einem dazu noch ein ? Stillgelegte Zechen und Stahlwerke, die teilweise mitten im Dorf liegen, in der die Klassengegensätze überschaubar sind und es noch fiese mehrwertraffende Kapitalisten und in der Wolle gefärbte grundanständige Proletarier gibt“, notorische Sozialdemokraten, Kleingärtner, Kneipengänger und Currywurst-Konsumenten. Womit wir auch beim 3. Punkt wären, der Currywurst. Gute Sache, besonders mit Pommes rot-weiß. Dem heiligen Ritual der Zubereitung und des Verzehrs der Currywurst wohne ich regelmäßig in versammelter Runde und wechselnder Lokalität feierlich bei.

Aber wer zum Teufel denkt da an den MSV ? Nun gut, gehörte sicherlich nicht wirklich zu den besten Adressen in den letzten Jahren, aber in diesem Jahr scheint man sich mit neuem Stadion und gut verstärkter Truppe deutlich nach oben orientieren zu wollen. Nachdem unser Herr Zielinski vor dem Spiel meinte, daß wir eigentlich keine Chance hätten und die Punkte per Post schicken sollten, so konnten die Duisburger am Ende fast froh sein, überhaupt noch einen Punkt behalten zu haben. Ordentliche Leistung, wie immer Pech im Abschluß, aber Zuversicht für die nächsten Spiele. Erwähnenswert war sonst noch, daß die anständigen und korrekten Duisburger Beamten in ihrem aufopferungsvollen Dienst für die Bevölkerung von Zeit zu Zeit mit Fotoordnern in unseren Block rein sind um die Übeltäter von Essen zu identifizieren. Da bleibt man vielleicht doch lieber bei Schimanski oder der Currywurst. Mahlzeit !

TM


14.11.2004  Eintracht Trier - Eintracht (2:2)

Der Arzt ist nun gegangen, heut war er lange da; ich glaube, er hat mich in Verdacht. Habe ihm brav alle Antworten gegeben. Habe sogar von meiner Höhenangst zum ersten Mal erzählt. Habe konzentrierten Eindruck hinterlassen; gefestigt. Andere verdienen mit sowas einen Oscar. Mir nehmen sie zur Belohnung allenfalls die Zwangsjacke ab. Habe mich sofort dem Computer zugewandt. Damit es bei ihnen auf den Bildschirmen so aussehe, als sei ich bereits anderweitig beschäftigt. Dabei geht mir dieser Arztbesuch noch gar nicht aus dem Kopf. So lange war er noch nie bei mir. Komisch, am Anfang hatte ich Angst vor ihm und nun nach ihm. Anyway, er ist ein Aas. Das weiss er selber; irgend jemand hat es ihm wohl mal auf den Kopf zu gesagt. Wie es mit der Eintracht vorankäme, hat er dann noch gefragt. Keinen Ton habe ich verraten. Wenn er es nicht wüsste, hätte er nicht gefragt; konnte es sich nicht verkneifen. Ist bestimmt ein Mainzer. Dann hatte er endlich seine Sachen wieder in die Tasche gestopft; und kurz darauf ging er.

Ich habe einen Fliegenschwarm von Gedanken im Kopf. Keine besonderen und keinen, den ich wirklich zuende denke. Wann ist etwas schon wirklich zuende: Der Stress kommt immer wieder, gerade bei der Eintracht. Der Haarausfall ist bald von einer Glatze besiegt; wenn auch das nicht unbedingt nur an der Eintracht liegt. Ist schon ein seltsamer Haufen, diese Truppe, spielen fast nie richtig schlecht, kommen aber trotzdem nicht vorwärts. Der 1. Auswärtssieg lag in der Luft, aber die Abwehr…. Bin immer noch vom Trainer überzeugt, allerdings ist es auffällig, daß die richtig guten Spiele immer ohne Keller waren. Weiß nicht, ob er es nochmal schafft. Wie dem auch sei, Humor ist wenn man trotzdem lacht, vor allem wenn man auswärts den Uwe dabei hat. Manch ein Außenstehender wundert sich schon über den sympatischen Mr. Oddset mit dem Charme eines Pitbull und fragt sich, ob er überhaupt Ahnung von Fußball hat, aber Lacher sind aber garantiert. Manchmal denkt man ja, so einen gibt’s gar nicht, vielleicht ist er ein Projekt der Regierung oder vom DFB um Fußballfans abzuschrecken….. Cobra, übernehmen Sie !

TM


05.11.2004  Eintracht - Aue (2:0)

Alkohol und Drogen haben viele schon belogen oder:
Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes W, das ist Wismut Aue, unsere BSG...

In der Hausordnung (und somit auch der Stadionordnung) der Eintracht stehtunter Punkt 8 f ,dass alkoholisierte Personen keinen Zutritt haben.

Das gilt offensichtlich nur für Frankfurter selbst - anders ist es nicht zu erklären, dass die allermeisten der anwesenden  Auer (oder Auerer oder Auerochsen oder wie auch immer) trotz im Durschnitt mindestens 4,68
Promille dennoch problemlos an den Ordnern und Polizeibeamten vorbei ins Stadion gelangten. Ich bin sicher kein Moralapostel - aber wenn einer schon nicht mehr laufen kann und dennoch ins Stadion gelassen wird, hört es echt auf.

Soviel Asosiale und Betrunkene habe ich wirklich selten auf einem Haufen gesehen - und beim Fußball ist ja schon wirklich so einiges "durchgekommen" (Ruhrpott...).
Solidaritätszuschlag - alles versoffen... Naja, ist ja auch ein weiter Weg von Aue ("Wo ist eigentlich Aue?"-"Im Erzgebirge"-"Aha"..), 400 km - 6 Stunden im Bus, reichlich Zeit den Soli zu versaufen!!

Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht... Wie sang schon eine berühmte Frankfurter Band: Wie tief willst du noch sinken...
Im Stadion angekommen, konnten wir uns erstmal an den neuen Sicheritsnetzen erfreuen. Schön, liebe Stehplatzbesucher, dass ihr so lange mit Bechern, Feuerzeugen und Münzen geworfen habt, dass es nicht mehr einfach nur Geldstrafe kostet, sondern auch noch die eigenen Fans jetzt behindert. Ein herzliches DANKE!

Aber wenigstens haben wir durch das Netz ein ordentliches Spiel unserer Eintracht gesehen. Unter dem Motto "Goldschuhe aus-Kampfstiefel an" wurde Aue verdient durch die beiden Tore von Van Lent (siehste - geht doch!) geschlagen - kämpferisch und spielerisch auf gutem Niveau.

Das 2-0 habe ich übrigens vor dem Freistoß exakt vorausgesagt (Achtung-jetzt fällt das 2-0  -- fertigmachen zum Torjubel), was mir die ungeteilte Bewunderung der Herren Paulus und Hammel eingetragen hat. 
Was gibt es sonst noch? Ein Auer (...) mit einem Eulenspiegel-Hut mit Glöckchen auf dem Kopf sang mit schwerer Schlagseite auf dem Rückweg so schön  "ihr seid so lächerlich", dass sogar seine eigenen Kumpels auf Grund dieser Eigendisqualifikation schmunzeln mussten.

Ach ja, und auf der Brücke gabs noch aufs Maul ("Prima, da geht was, da mach ich mit"), weil "die Betrunkenen ja harmlos sind" - gell, Frankfurter Bullen??????
Schafft den Tag der Einheit ab!!!!

TG


22.10.2004  Kräuter Fürth - Eintracht (2:1)

Bunte, fröhlich grinsende Plastikfiguren, 7,5 Zentimeter hoch, die in ihren Greifhänden alles Mögliche halten - oder kurz: Playmobil.

PLAYMOBIL wird heuer 30 und feiert seinen 30. Geburtstag mit einer fröhlichen Spiel- und Spaßtour durch Freizeitparks, Stadtfeste und Verbrauchermessen in ganz Deutschland. Zwischen Mai und November lädt eine kleine Zeltstadt an rund 30 Orten alle PLAYMOBIL-Fans zum Spielen, Staunen und Mitmachen ein.

Zu diesem Zweck ging es zum Besuch in die fränkische Metropole. Schon von weitem macht das kräftige Blau der fünf Tribünen auf die PLAYMOBIL-Aktion aufmerksam: Auf über 100 qm wird jede Menge Spielspaß rund um die 7,5 cm kleine Figur mit dem typisch freundlichen Gesicht geboten. In königlicher Kulisse - oder wahlweise als Bandit vor dem Western-Saloon - können sich die Kinder anschließend von Eltern und Großeltern fotografieren lassen. Beim Angriff auf die Ritterburg heißt es die Kanone in die richtige Position bringen, genau zielen - und Schuss! Lohnenswert ist der Einsatz auf jeden Fall. Und geht der Schuss mal daneben, richtet die "softe" Munition gewiss keinen Schaden an (Gelle Herr van Lent….)

Natürlich darf die Hauptsache bei PLAYMOBIL auf der Geburtstagstour nicht fehlen: nach Herzenslust mit den kleinen Rittern, Polizisten, Prinzessinnen, Bauarbeitern und all ihren Brüdern und Schwestern spielen, spielen, spielen. Haben wir versucht, manche dieser Gesellen hatten jedoch nicht wirklich Spaß daran. Deshalb ging es auch ohne Erfolg wieder zurück. Der Kontakt zu unseren Spielkameraden auf den ersten 3 Plätzen ist erstmal weg und wir sollten uns in den nächsten Wochen weniger mit Playmobil beschäftigen, sondern eher mit Survival-Training.

TM


29.10.2004  Haching : Eintracht (2:0)

Ich mag ja der merkwürdigste Mensch auf Erden sein, manche denken das sicher, aber Folgendes bringt mich echt noch zur Strecke:

Habe ich Schmerzen, gehe ich zum Arzt, klar, wer tut das nicht, schwer geplagt, nach Hilfe jammernd und oft im Leiden gekrümmt; doch kaum komme ich an, sind alle Wehwehchen unauffindbar verschwunden, kurz bevor der Doktor mich je sieht. Irgendwie sind alle Symptome fort, jeder Grund zur Beschwerde plötzlich abhanden, keine Ahnung warum und wohin. Dann muss ich, wenn ich also dennoch vor ihm stehe, flunkernd aus schäbiger Erinnerung erzählen und so tun als ob: Ich schreie auf, wo es gar nicht mehr weh tut! Ich kann ihm doch nicht sagen, alles sei umsonst, bin geheilt ohne Wiederherstellung von ihm erfahren zu haben. Das liesse mich als dumm dastehen, gar als verdächtig? Gehe ich dagegen gar nicht hin, habe es oft genug so probiert, peinigt endlos mich die Qual und ihre Hartnäckgkeit stur, will von selber längst nicht weichen - hat man sowas schon mal erlebt?

Indessen geht es mir ebenso mit der Eintracht, oh ja: Manches Mal sitze ich daheim, freue mich auf das nächste Spiel, will unbedingt hin. Bin ich dann aber vor Ort um meinem Trieb Abhilfe zu schaffen, ist alle Geilheit verpufft und wie weggeblasen, noch bevor ein Spiel rum ist. Dann mache ich nur noch gute Miene zum bösen (oder schlechten) Spiel, wie immer und längst sehr professionell, täusche lustlos vor, bis zum elendigsten aller Höhepunkte, dem Abpfiff. Ich kann doch nicht sagen, alles sei umsonst, aber ändern tut sich in den letzten Wochen auch nix. Das gänzliche Verzichten dagegen bringt mir gar nicht viel, denn dann bleibe ich heiss bis zum drohenden Zerplatzen - hat man sowas schon erlebt?

Da fängt alles so gut an, endlich mal Kompetenz im Vorstand, gute Spiele, attraktiven Fußball, ein gescheiter Trainer, und trotzdem nimmt man sich die fast schon obligatorische Herbstkrise mit dem Tiefpunkt in Haching. Es ging gar nix, nicht ein Punkt wäre verdient gewesen. Hoffentlich war das auch der Tiefpunkt und es geht nicht so weiter….. Warum man sich das immer wieder antut ? Gute Frage. Wäre wieder ein Fall fürn Arzt.

TM


09.10.2004  Iran - Deutschland  (0:2)

Freitag mittag ging es los, zuerst mal mit gepflegtem Chaos, weil noch die ganzen Reisunterlagen verteilt werden mußten. Ansonsten recht unspektakulär.

Flug war einwandfrei, Hotel war auch in Ordnung. Waren Freitag abend gegen 23 Uhr im Hotel. Haben dann Taxis klar gemacht um nochmal was zu Essen zu bekommen (nein, ich war hier nicht die treibende Kraft), rund ums Hotel war aber alles zu. Die haben uns dann quer durch die Stadt kutschiert zu einem zentralen Platz, ging aber nix mehr. Wieder quer durch die Stadt zu einer kleineren Basarstraße (Fahrtzeit etwa 1 Stunde !).

Da war auch alles zu, aber ein Restaurant hat extra für uns nochmal aufgemacht: Wir haben auf etwa 50 cm hohen, mit Teppichen ausgelegten Gestellen gesessen und uns dann mit allerlei geilem Essen verwöhnen lassen. Und zum Abschluß gab es noch eine Wasserpfeife, war geiler wie im

Märchen.....Preis fürs Essen: 7 Euro, Taxi 4 Euro, Erlebnis: unbezahlbar.
Samstag ging es per Metro in die Stadt, waren dann am ehemaligen Schah-Palast und später dann noch im Basar. Sind dann auch an der ehemaligen US-Botschaft vorbei gekommen, die oberhalb unseres Hotels lag. Waren allerlei schräge Gemälde am Mauerwerk: "Down with USA" oder die Freiheitsstatue mit einem Totenkopfgesicht oder eine zerrissene Fahne mit einem Judenstern und eine mit der USA-Flagge und in der Mitte ein Soldat mit Maschinengewehr und.. und.. und .. Später ging es dann mit Bussen vom Hotel zum Stadion.

Die Begeisterung unterwegs war der Hammer. Verstopfte Straßen, im Stadion wurden wir bis direkt vor den Block gekarrt und bei unserer Einfahrt haben Hunderte versucht das Stadion ohne Karten zu stürmen. Als wir in den Block rein sind wurden wir von den Zuschauern beklatscht ! Als die Mannschaft auf den Platz kam, ging ein Jubelorkan durch das Stadion, unfaßbar. Ein Kumpel, der auf eigene Faust angereist ist, war morgens schon am Stadion um Karten zu kaufen, da waren schon 5000 Leute drin (!) um sich die besten Plätze zu sichern, und das obwohl es nix zu trinken und zu essen gab, außer Sonnenblumenkerne. Als das Spiel los ging, war das Stadion so voll, daß man im Oberrang keine Treppe oder sowas mehr gesehen hat.

Schätzungen waren etwa bei 130.000 Zuschauern. Laut einem Reisebegleiter wären noch etwa 30.000 Leute vorm Stadion gewesen ohne Karten, in der Zeitung stand sogar 150.000. Die Stimmung während des Spiels war nicht mehr ganz so toll, aber das was vorm Spiel war (wir waren etwa 2,5 Stunden vorher drin) war Gänsehaut pur. Kann mir nicht vorstellen, daß es beim Derby in Teheran zwischen Esteghlal und Pirouzi besser sein soll. Die Abfahrt verlief nach dem Spiel ebenso friedlich, ein paar haben mal nen Mittelfinger gezeigt, war aber nur ganz wenige. Mitten in der Nacht ging es dann um 6 Uhr morgens wieder zurück nach Deutschland.

Erkenntnis 1: Es gibt definitiv keine schleierlosen Frauen in der Öffentlichkeit
Erkenntnis 2: es gibt auch definitiv keinen Suff in den Hotels, wenn dann nur in den Top-Hotels an Ausländer (wofür man eine Art Suff-Pass braucht, (kein Witz !) oder auf dem Schwarzmarkt (was nicht unbedingt zu empfehlen ist)

Saddam M.


26.9.2004  Eintracht - Oberhausen (6:2)

Noch ziemlich angepisst und vollgepisst ging es ins Stadion zum Duell mit dem Tabellenletzten. Angepisst, weil die miese Leistung von Saarbrücken noch nicht ganz verdaut war und vollgepisst, weil ich nach dem Wolkenbruch-Spiel gegen Fürth immer noch nicht alle Klamotten 100% trocken hatte. Der Wettergott hatte jedoch ein Einsehen und verschonte uns dieses Mal, auch der Oberhausener Präsident verschonte uns, in dem er den Trainer nach der Talfahrt nicht entlassen hatte. Unser Ex-Eintrachtler Andersen saß noch auf der Bank, und das war gut so, weil die Eintracht ja gerne mal Aufbauhilfe bei angeschlagenen Teams leistet.

Die erste Hälfte ließ Böses ahnen, ein paar gute und nicht verwertete Chancen, auch Oberhausen hatte was zu bieten. In der 2. Halbzeit dann wechselte "Magic" Funkel aus und innerhalb von wenigen Minuten haben die Joker das Spiel entschieden, Oberhausen war am Ende und Andersens Märchen näherte sich dem Ende. Keine Rapunzel, die ihm ihr Haar reichte zum Abhauen und auch kein Pumuckl, der ihm beim unsichtbar-machen helfen konnte. Ganz ohne Zauberstab löste sich die Truppe vom Niederrhein auf und die Zuschauer forderten noch ein Tor des fliegenden Holländers, auch das bekamen sie geschenkt. War schon nett anzusehen, was unsere Truppe fußballerisch zu bieten hat.

Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann wirbeln sie immer noch !

TM


19.9.2004  1.FC Saarbrücken - Eintracht  (3:0)

Wieder mal ein Treffen mit unserem Ex-Coach Ehrmantraut, der seltsamerweise in unserer Fanszene immer noch einen guten Ruf gemießt, obwohl er sich kaum verändert hat und immer noch der gleiche Psychopath zu sein scheint. Die Gartenstuhlabteilung von Obi ist immer noch sein Zuhause und wie man aus Saarbrücken hört, ist er im Umgang mit seinen Mitmenschen immer noch der Alte. So hatte er vor dem Spiel den Platzwart genauestens angewiesen, wie der Rasen auszusehen hätte, am Besten handgeschnitten.

Mit Kirsten konnten wir mal einen neuen Gast auf unseren Auswärtsreisen begrüßen, durfte zur Feier des Tages dann auch gleich die Fahrerin spielen. Ansonsten die üblichen Verdächtigen an Bord, Uns Uwe, meine Wenigkeit, Pinky und Brain und noch Pinkys Bekannte. In Kaiserslautern gesellten sich überraschenderweise noch 2 Gesellen hinzu, mit denen man nicht gerechnet hatte. Die beiden waren mit Gyrosbrötchen und Bier bewaffnet, für die man geruchstechnisch eigentlich einen Waffenschein gebraucht hätte und mußten sich uns anschließen wegen einer Autopanne.

Da sich unser ehemaliger Coach nicht verändert hat, dachte sich unsere Truppe wohl: Warum sollen wir uns ändern ? Wieder mal Aufbauhilfe für eine Mannschaft aus dem Keller. Das war sicherlich die schwächste Mannschaft bisher als Gegner, aber mit halber Kraft können wir auch solch einen Gegner nicht schlagen. Chancen waren da, man muß allerdings auch mal einen Kopfball nach einer Traumflanke reinmachen können, gelle, Herr van Lent ! Und wenn dann noch vermeintliche Routiniers wie der Herr Schur sich zu sinnlosen Fouls fernab von jeder Gefahr hinreißen lassen, ist wohl alles zu spät. Zum Spiel eigentlich nur noch ein Zitat von der Eintracht-Homepage: "Die rund 3000 mitgereisten Frankfurter Fans sahen dennoch eine in Ansätzen bemühte Frankfurter Mannschaft". So, so. In Ansätzen bemüht. Wenn das in einem Arbeitszeugnis steht, ist das gleichbedeutend mit "Totalversager" und man kann sich eigentlich gleich die Kugel geben. Die Niederlage ist sicherlich ärgerlich, jedoch nicht der Untergang des Abendlandes, auch wenn das von Wettkönig Uwe prophezeit wurde. Dann muß halt Fürth dran glauben !

Schöne Grüße vom "in Ansätzen bemühten" Thorsten !


30.08.2004  Poldi Köln - Eintracht  (2:0)

Prinz Karneval steht vor der Tür und auch die schwul-lesbischen Jecken rüsten sich. Die Rosa-Sitzung startet in Ihre neue Session. Das ist doch ein Grund zu feiern!

Und genau deswegen machten wir uns auf, denn bereits bei der 2. Heimsitzung sollte das Spiel gegen die Truppe des fliegenden Holländers und Prinz Poldi anstehen. Viele Jecken säumten die Straßen, weswegen wir auch erst kurz vor Sitzungsbeginn einliefen, noch nicht mal genug Zeit die ortstypischen Köstlichkeiten zu probieren. Köln ist die Hochburg des schwullesbischen Lebens, so strömen in der närrischen Zeit nunmal auch der eine oder die andere Hetero nach Colonia, um die 5. Jahreszeit gebührend zu feiern. Was uns Uwe auch dazu verleitete den einen oder anderen rosa-kölschen Jecken gebührend zu feiern. Der gewöhnliche Jecke kann mit derlei derben Scherzen vielleicht weniger anfangen, jedoch muß man das bei so einem Anlaß in Kauf nehmen.

Die Sitzung sollte leider nicht das gewünschte Ende nehmen, trotz guter Vorstellung konnten die Frankfurter Fassenachter nicht den gewünschten Erfolg einfahren. Uwe hat zwar seine lang ersehnte Worscht bekommen, aber nach dem Motto "Raus mit Applaus" ging es ohne Belohnung wieder zurück in die Heimat, jedoch ist der Trend zu erkennen: Wir haben dieses Jahr eine gute Truppe beisammen !

In diesem Sinne: Helau !

TM


21.08.2004  RW Erfurt - SGE  (0:1, 14512 Zuschauer)

Der DFB-Pokal hat seine eigenen Gesetze. Das zeigte sich schon bei der Auslosung, denn es widerspricht absolut jeder Logik, wenn man innerhalb von 6 Jahren 3 Mal gegen den gleichen Gegner in der 1. Runde gelost wird. Es hätte ruhig auch mal Germania Schöneiche oder Schönberg 95 sein können. Wie dem auch sei, wer in den Europapokal will, muss auch in Erfurt gewinnen.

An unserem Fanclub-Treffpunkt wartete heute nur eine Person auf mich. Uns Uwe, allerdings war heute etwas nicht so wie immer. Er war ziemlich ruhig auf der Fahrt, hat sich die ganze Zeit mit allerhand Wettquoten beschäftigt und die wohl auswendig gelernt (O-Ton: „Meinst du, Jablonec gewinnt gegen die ? Sind die gut ?“). Ständig wurde gerechnet und die Wettzettel verglichen, vielleicht überlege ich jetzt, ein fahrbares Wettbüro aufzumachen....

Erfurt haben wir dann glücklicherweise noch erreicht, denn kurz vor der Stadt ist das vor mir fahrende Auto mal schnell in den Gegenverkehr gefahren. Es ging dann ohne große Umwege zum Gästeblock, bestimmt 2000 Frankfurter waren vor Ort und es blieb alles ruhig. Die Zugfahrer waren fast 5 Stunden unterwegs und sahen nach fortgeschrittenem Alkoholmissbrauch auch entsprechend aus, Stimmung war aber trotzdem OK. Nach langer Zeit macht es endlich wieder Spaß, unserer Truppe zuzuschauen, und das nicht nur weil wir gewonnen haben, sondern weil wieder Fußball „gespielt“ wird, die Mannschaft sich den Arsch aufreißt und ein Torwart drinsteht, der auch mal einen Unhaltbaren hält. Schön war auch, dass der Herr Kreuz (die alte Memme) nichts kaputt gemacht hat. Funkel-Mannschaften können scheinbar doch Fußball spielen, das möchte ich noch öfters sehen.

Der Abmarsch verlief auch ohne Probleme, ausnahmsweise lungerten mal keine Kinder-Hools in dem Waldstück rum, sondern nur grüne mutierte Turtles. Ich musste auf der Rückfahrt allerdings meinen Mitfahrer mehrfach beruhigen, weil ein Wettzettel nach dem anderen wertlos wurde und er nach dem Genuss einer Flasche „Thüringer Waldquelle Apfelschorle“ (widerlich) dachte, er kriegt jetzt Haarausfall und könnte nicht mehr kacken gehen. Ist aber auch egal, Hauptsache, die Quoten stimmen.

TM

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Aktualisiert am  
 
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