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Saison 2005/2006

Saison 2005/2006 

DFB-Pokal Finale (SGE : FCB 0:1)

Hier einige Zitate aus einem Artikel von Spiegel.de, der eigentlich alles zum Finale sagt, was es zu sagen gibt.

"Es ist nicht leicht, Bayern München zu sein. Man gewinnt immer, muss man aber auch, denn man ist nun mal Bayern München, die große deutsche Fußballmarke. Wenn man immer gewinnt, wird es schwierig, sich noch zu begeistern...

Philipp Lahm sagte am Sonnabend, gerade war Bayern durch einen unauffälligen, unschönen und schmeichelhaften 1:0-Sieg über Eintracht Frankfurt zum 13. Mal, er selbst aber erstmals Pokalsieger geworden: "Für mich hätte das erste Jahr nicht schöner sein können."

Diese Saisonbilanz werden nicht viele Bayern ziehen. Auch die Fans nicht. Pflichtschuldig füllten sie das ausverkaufte Berliner Olympiastadion knapp zur Hälfte, standen stumm herum mit üblichen Siegeserwartungen, hier und da wurde ein Fähnchen gewedelt. Erst als in der 59. Minute das Tor des Tages fiel, nahmen sie den Pflichtjubel über einen Pflichterfolg auf. Tagsüber Ku'damm und Reichstag, abends Olympiastadion und Pokalsieg. So geht das jedes Jahr. Und dieses Jahr war auch noch schlechtes Wetter.

Die großen Gefühle standen dem Bayernblock gegenüber: Links und rechts des Marathontores hatte sich der Frankfurter Anhang zu einer aufwändigen und imposanten Adler-Choreographie in rot-schwarz-weiß formiert, begann die verbale Unterstützung der eigenen Mannschaft weit vor dem Anpfiff und hörte nach dem Abpfiff nicht auf. Das alles hatte nichts mit der Erwartung eines Sieges, schon gar nicht eines sicheren zu tun, sondern mit der Freude, ein großes Ziel erreicht zu haben. Manchmal ist es sehr leicht, Teil eines Vereins zu sein, der ein Fußballzwerg ist. Vor vier Jahren wankte die Eintracht am Abgrund und drohte in den Amateurfußball zu stürzen. Nächste Saison spielt sie Uefa-Cup. Und wenn der Verein am Mittwoch mit einem Sieg über Kaiserslautern den Klassenerhalt schafft, wird dies eine sehr gute Saison gewesen sein.

Bayern München wird spätestens am Wochenende drauf Meister werden. Das ist so gut wie sicher. Und es wird trotzdem eine vermaledeit schlechte Saison gewesen sein. Ja, Bayern hat dann wieder mal das Double geschafft, ja, sogar als erster Verein das Double verteidigt. Oliver Kahn kann man die Freude über diesen kruden Spezialerfolg glauben, denn er beginnt altersweise und -milde zu werden und scheint im Herbst seiner Karriere die Kunst des Genießens zu lernen. Aber von Kahn abgesehen wirkt die mantraartig wiederholte Credo, der Verein schreibe mit diesem Double-Double Geschichte, nachgerade mitleiderregend.

Bayern München gewinnt immer und alles und muss das auch, denn es ist Bayern München, die große deutsche Fußballmarke. Aber Bayern München gewinnt immer und alles nur noch im eigenen Land. Diese Saison eingerechnet: sieben der letzten zehn Meisterschaften, fünf der letzten zehn Pokalfinals. Doch international ist seit dem Champions League-Erfolg 2001 nichts mehr zu holen gewesen. Außer Lehrstunden. Michael Ballack hat keine Ära geprägt. Und am Ende seiner vier Münchner Jahre wird jetzt oft eine Bilanz gezogen, die sich so zusammenfassen lässt: Ballack ist nicht Effenberg. Darauf hätte man zwar schon früher kommen können. Aber offenbar wollte man nicht....

Vielleicht hätte es dem Verein mehr geholfen, den DFB-Pokal nicht zu gewinnen. Denn zu nichts anderem taugt er als zu verkleistern, wie ideenarm, leidenschaftlos, technisch dürftig diese Mannschaft aufgestellt ist. Nun ja, zu fast nichts anderem. Durch die Katakomben des Olympiastadions lief nach dem Spiel Valérien Ismael, um pflichtgemäß kundzutun, wie schön dieser Titel sei. Den realen Pokal hatte er als Beleg dabei, den wunderbaren DFB-Pokal, den einmal zu gewinnen, sich viele Fußballer und Fans erträumen, die meisten ein Leben lang vergeblich. Ismael hatte ihn reduziert auf seinen praktischen Nutzwert: Er transportierte darin seinen Kulturbeutel."

Quelle: Spiegel-online

06.05.2006  BVB - SGE (Westfalenstadion, 80.200 Zuschauer, 1:1)

Schon komisch, was manchmal aus so einem Spielbericht wird, je nachdem, wann man ihn verfaßt. Man hat vor dem Spiel vielleicht schon was im Kopf, was einen beim Spiel erwarten könnte, es kommt aber dann ganz anders und wenn man nochmal 2 Wochen wartet, sieht es schon wieder anders aus. Ich spreche in Rätseln ? Stimmt, weiß selbst noch nicht genau wo ich hin will. Vor dem Spiel hat man eigentlich erwartet, daß man genauso viel holt bei diesem Pleiteverein wie immer, nämlich gar nix. Trotzdem wieder mal ein sensationeller Auswärtssupport, mit am Start auch Schirmis Sohn Paul auf seinem 1. normalen Auswärtsspiel.

Die Ruhmrücklagen der fetten Jahre des Ruhrgebietsfußball und des BVB im Speziellen sind ja eigentlich schon lang aufgezehrt. Auch dieses Jahr trägt sich erneut kein Revierklub in irgendwelche Siegerlisten ein. Glanz und Gloria machen einen weiten Bogen um den "Pütt". Der größte Erfolg 2006 sind offenbar die "sensationellen Leberwerte" Rudi Assauers. Wie dem auch sei, in Dortmund ist es oft so, daß man kurz vor Schluß noch einen Elfer gegen sich bekommt oder der Schiri mal ne Viertelstunde länger spielen läßt, weil er von der Kulisse beeindruckt fühlt. Warum eigentlich ? Die gelbe Wand ist nun mal das was sie ist: still und steif, keinen Grund also. Frustrierend ist, dass bei dem Mörderzuschauerschnitt des BVB soviel möglich wäre, da waren sogar die Länderspiele bei der WM die pure Demonstration des Möglichen. Da helfen auch keine Freiwurst-Lockkampagnen oder Stimmungs-AG´s wie in Leverkusen.

Aber manchmal kommt es auch anders. Da nimmt sich unser koreanischer Ben Johnson mal ein Herz und rennt wie Dr. Kimble auf der Flucht Richtung Dortmunder Tor, schießt einfach mal und trifft auch noch in den Winkel. Gut, ich war von seinen Qualitäten ja immer überzeugt.... Da war es dann auch egal, daß der BVB kurz vor Schluß noch den Ausgleich gemacht hat, denn der Punkt reicht zum Klassenerhalt. Jetzt geht die Party im Gästeblock richtig los und das Auswärtstandem Schirmer/Mankel ist weiter unbesiegt. Das eigentliche (negative) Highlight kam dann eine Woche später. Cha wechselt auf die andere Rheinseite und ich kann ihm nicht mal richtig böse sein.

Der Ernährungsberater

22.04.2006  VfB Stuttgart - SGE (0:2)
Europapokal - Ambitionen vs. Europapokal - Wirklichkeit

Zugegeben, diese einfallreiche Schöpfung des Sprachgebrauchs stammt nicht von mir, sondern aus dem Eintracht-Forum, aber es trifft halt doch den Nagel auf den Kopf. Auf der einen Seite Fußballnutten, allesamt Millionäre, auf der anderen Seite Bubis, die sich den Arsch aufreißen. Vor 10 Jahren wären die einen die Adlerträger gewesen, vor fünf Jahren die anderen noch die Spätzleschwätzer, nunmehr haben sich aber die Vorzeichen umgekehrt, und wir haben am Samstag eine Eintracht gesehen, die einen Altersdurchschnitt von 24,6 Jahren hatte, und Oka war der Älteste mit 31!! Schönen Gruß in die Pfalz; auch mit jungen Mannschaften kann man schönen Fußball spielen (wenigsten in der zweiten Halbzeit). Kleiner Exkurs: Geil ist schon, wenn Rene C. Jäggi, vor dessen Arbeit ich immerhin noch ein klein wenig Respekt habe, seine Zuversicht vor dem Klassenerhaltsspiel (5:1 ?) aus der Vermutung bezieht, unsere Jungs würden zu sehr feiern und deswegen am Mittwoch keine Kraft mehr haben..(DSF Dopa).

Auswärts ist es halt doch am schönsten: immerhin weiß ich jetzt, dass TM Katrin Müller-Hohenstein schätzt (die sieht so schön brav aus), während ich ja doch Frau Lierhaus in hohen Stiefeln vorziehe - Ich finde, Frauen in der Sportschau müssen was Luderhaftes haben. Auch entspannend ist, sich auf Fahrten keine Hasstiraden anzuhören, sondern sachlich über Angelegenheiten der Fußball- und allgemeinen Weltgeschichte unterhalten zu können. Schade ist es schon, nicht zu wissen, wer gerade in Albanien, Turkmenistan, Serbien oder der Handball-Bundesliga spielt und wie da die Quoten liegen, aber eben doch das geringere Übel.

Auch gut zu wissen ist, dass sich Dinkelacker Sport nicht gerade wirklich als Konterbier eignet, und dass es auf der Autobahn Richtung Stuttgart Tanken gibt, wo man sich schöne Fähnchen einpacken kann.

Spiel: 1. HZ Langweilig, mit einem erwarteten Ausgang wie Bielefeld, 5 Minuten Zittern nach der Pause, dann Wolkenbruch und doppelter Einschlag im Stuttgart-Tor und das vor unserem Block, da hat wirklich alles gepasst!! Nur noch die Aufforderung, gegen die Pfälzer Bauern das Dach aufzumachen, Donnerschläge zu werfen, und vielleicht eine Beregnungsanlage zu installieren - könnte ja ein gutes Omen sein

Allenthalben große Freude, wir fahren nicht nur nach Berlin, sondern nächstes Jahr auch wieder nach Schalke, Bremen, Gladbach und nicht mehr nach K, DU, und MZ

Last but not Least: was da wieder für ein Support war, hat die Stuttgarter verstummen lassen - Wir haben gar nicht gemerkt, dass die überhaupt einen Fanblock haben. Somit dann große Vorfreude auf das DO-Spiel, wäre das schön, mal ein Auswärtsspiel entspannt zu sehen, und da bekommt der Sohn dann auch die Einführung in die schöne Welt der Auswärtsspieleund erlebt Uwe Z. aus WI. Live; da freut er sich auch schon drauf.

CS

08.04.2006 Bielefeld - SGE (1:0 - Alm, 22998 Zuschauer)

Stellt euch doch mal vor, ihr würdet euch jetzt in ein Auto setzen und einfach so losfahren - natürlich weiß ich, dass der Papi euch das verboten hat, aber wir spielen ja nur - ihr sitzt also am Steuer von Papis neuem Gefährt und tretet das Gaspedal, wenn ihr jetzt gaaaaanz gaaaaaanz lange fahrt, dann kommt irgendwann Bielefeld, könnt ihr gar nicht verfehlen, immer dem Geruch nach. Wenn ihr euch jetzt nicht von dem ganzen Dreck und den toten Tieren an der Straße abhalten lasst und immer weiterfahrt, dann kommt irgendwann ein Schild, wo Bielefeld draufsteht. Herzlich Willkommen, der Arsch der Welt.

Wie in so vielen Orten am Arsch der Welt spielt man auch hier Fußball, auch der kleine Fatmir tut das. Während man bei Fatmir zuhause als Ball noch zusammengewickelte Kleidungsstücke verwendet, kann er hier schon mit echten Lederbällen spielen. Ist aber trotzdem schwer, wenn man früher beim Spielen immer als letzter gewählt worden ist und man grade mal so groß ist, das man über die Tischkante schauen kann, sich auch in dieser Umgebung durchzusetzen. Da leidet schon mal das Selbstbewußtsein. Eigentlich ist die Arminia eine ganz anständige Truppe, aber dieser albanische Ziegenhirte gehört nicht zu meinen Lieblingsfußballern. Ich erinnere mich an ein Spiel gegen den HSV: er mimt mehrfach den sterbenden Schwan um gelb zu provozieren und bekommt dann irgendwann straffrei von Boulahrouz die Knochen poliert. Da hab ich innerlich und äußerlich Beifall geklatscht. Schuld sind natürlich immer die anderen und wild gestikulierend wird sich beim Schiri und bei Amnesty International beschwert. Auch heute hat er es wieder probiert, der Schiri ist glücklicherweise wenig drauf reingefallen, Friedhelm wird seine Buben aber sicherlich vorgewarnt haben. Leider ging es trotzdem ohne Erfolg zurück in die Heimat obwohl man mit 7 fehlenden Stammspieler sicherlich nicht schlechter war. Hoffentlich wird dieser Aufwand unserer Truppe am Ende der Saison belohnt und nicht dieser Anti-Fußball à la Wolfsburg oder VFB.

Nun wisst ihr also ganz grob, was Bielefeld ist, außer Fußball gibts da nicht viel. Ich denke nicht, dass ihr noch einmal dort hin zurück wollt, aber wenn doch, dann erwartet nicht zu viel. Witze über Bielefeld sind natürlich erlaubt, dafür ist die Stadt geradezu prädestiniert. Und bitte sagt dem Papi nicht, dass ich gesagt hab, dass ihr Auto fahren sollt.

TM

01.04.2006  SGE - Bremen 0:1 (Waldstadion, 48600 Zuschauer)

Oh Mann, Bericht übers Bremen-Heimspiel schreiben und dann noch über 3 Monate später. Eine Aufgabe für jemand, der Vater und Mutter erschlagen hat. Völlig unspektakuläres Spiel, außer das die Hütte voll war und ich vor dem Spiel noch mit nem Kumpel im Zug über eine Meldung der Bildzeitung diskutiert habe, die gemeldet haben das nach einer Studie eines großen Kondom-Herstellers die deutschen Männer gerne für Sex auf eine Fussballübertragung verzichten, wenn das Weibchen ruft. Wir deutschen Männer verleugnen unsere einzig wahre Liebe: Das runde Leder !

Wenn ich mir aber einige Studienergebnisse in der Zeitung genauer anschaue, dann lese ich da, dass der Durchschnittsbürger 5 Mal pro Woche Lust auf Sex hat. Gut, zwischen der Lust und der Praxis ist ja schon noch ein Unterschied, aber dann kann man doch Samstag und Sonntag Fussball schauen, oder nicht? Zur Not kann man unter Umständen mal auf ein Spiel im langweiligen Tabellen-Mittelfeld verzichten, die Zusammenfassung wird ja eh noch mehrfach im TV verwurstet. Wenn man da mal anfängt, da gehören dann Spiele gegen Bremen dazu. An den letzten Sieg gegen die kann ich mich eh kaum noch erinnern, außer das Schur damals unser Banner kaputtgetreten hat als er auf den Zaun gesprungen ist. Kann man sich also eigentlich gleich sparen. Aber manchmal gibt es sie eben diese Highlights, wie auch 88 im Pokal 1:0 in Bremen durch Frank Schulz oder 97 ebenfalls im Pokal 3:0 zuhause.

Also bleibe ich doch beim Liveerlebnis, die Gefahr sowas zu verpassen ist mir zu groß. Auch wenn mir der Herr Klose dieses Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, da scheint Vasoski mal seinen Meister gefunden zu haben. Ich denke, Vasoski hätte heute auch lieber auf Fußball verzichtet....

Der Ernährungsberater

25.3.2006  1.FC Köln - SGE (1:1)

Mit manchen Spielen muß man sich einfach Zeit lassen. Da muß man die Erlebnisse erstmal sacken lassen, das eine oder andere Mal wirds ja in der Nachbetrachtung erst interessant.
Während ich nun also im Auto sitze und von Katrina and the Waves "Walking on sunshine" höre und es dabei in Strömen regnet, wird mir immer klarer, was wir da verschenkt haben.

Es fing in der Woche davor schon mies an, nach dem Motto der "10 kleinen Negerlein" gingen uns langsam die Spieler aus, auch wenn es nachher nicht ganz 10 geworden sind, sah die Aufstellung trotzdem recht abenteuerlich aus. Die Zugfahrer hatten auch mal wieder viel Freude, auf dem Weg zum Stadion in einer Straßenbahn zusammengepfercht erinnerte das eher an den Transport von gekeulten H5N1-Viechern.
Es gab auch die eine oder andere Unstimmigkeit mir der Polizei, aber richtig sensationell war erst, was dann anschließend im Eintracht-Forum diskutiert wurde. Hab da Auszüge per Mail bekommen und frage mich allen Ernstes, was da für Vollidioten am Start sind. Da werden Gerüchte gestreut, daß ein Fan totgeprügelt worden sei von der Polizei und die dies vertuschen will. Gehts noch ?
Wer so ein Scheiss verzapft, der darf sich nicht wundern, wenn er (wie das gesamte Forum) nicht ernst genommen wird. Vielleicht haben diese Leute aber auch im Viehtransport die Vogelgrippe erwischt, mer waaaß es net.

Kommen wir zum Abschluß nochmal zu was positivem: Podolski.
Nicht, daß ich jetzt Fan von diesem Hochglanzrhetoriker geworden bin, aber es ist schön zu sehen, daß auch in Köln dieser One-Man-Boygroup-Hype langsam nachläßt. Schade war allerdings, daß wir gegen diese erbärmliche Truppe mit unserer Rumpfelf nicht mehr machen konnten. Im Radio läuft grad "Don´t worry, be happy".

TM

18.03.2006  SGE - Duisburg (5:2 32000 Zuschauer)

Tja, was soll man in diesen Wochen als Fußballfan nur machen ? Keine Pizza mehr essen, weil uns die Italiener mal gezeigt haben wie Fußball geht ? Oder etwa keine Stadionwurst mehr essen wegen Gammelfleisch ? Oder nicht mehr zur Eintracht gehen, weil die scheinbar das Gewinnen verlernt haben ? Kindergarten.

Dabei gibts doch einen viel heftigeren Skandal. The Bundesliga proudly presents: The Wettskandal. Es soll Spieler geben, die jemanden kennen, der wiederum jemanden kennt, der jemanden in Asien sitzen hat und Wetten platziert. Diese Spieler sollen dann für in Asien gewünschte Ergebnisse sorgen. Man kann es aber auch irgendwie verstehen, immerhin will ganz Asien Bundesliga gucken, aber die DFL will die Spiele nicht um 12 Uhr anpfeifen lassen, da müssen sich die Asiaten ja förmlich zur Wehr setzen. Ob es da auch ein Cafe King gibt in Shanghai ? Auf jeden Fall werden ständig andere Spieler in den Skandal verwickelt, ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben und kurz danach wieder dementiert. Als ob unsere hochbezahlten Profis nicht genug verdienen. Da läßt sich momentan vortrefflich Unruhe stiften. Habe schon mal überlegt, unseren Wettbeauftragten und Ehren-Sizilianer Uwe Z. bei einem dieser Mogule anrufen zu lassen, dessen Telefon dann auch hoffentlich abgehört wird und er soll dann einfach mal die komplette Aufstellung von Mainz 05 aufzählen und dann am besten noch: "Der Klopp, der macht für Geld alles".

Ich war mir die ganze Woche nicht so ganz klar, was mich mehr beschäftigt hat. Diese Wettgeschichten, das richtungsweisende Spiel gegen Duisburg oder das Comeback unseres Wettpaten Uwe Z. Es war schon ziemlich ruhig im Block in den letzten Spielen, aber heute wurde alles nachgeholt. Veräppeleien der Duisburger, die Ihren Block verlassen haben nach dem 0:3 nach 15 Minuten. Pöbeleien gegen die Spieler bei den 2 Gegentoren aber doch große Freude übers Ergebnis (und nicht nur wegen der Über-Tore auf dem Wettzettel). Auf jeden Fall aber rückt der Klassenerhalt wieder näher. Wetten ?

TM (für Hopp Hard)


12.03.2006  Schalke 04 - SGE (2:0)

Da sitz ich nun in dieser Turnhalle und muß mir anschauen wie die kaum bessere Mannschaft 3 Punkte einfährt und trotzdem bescheidene Atmo in der Heimkurve. Habe grad das Gefühl, alles schon mal erlebt zu haben. Was habe ich falsch gemacht ? Habe ich in meiner Jugend eventuell mal meinen Teller nicht leer gegessen ? Wohl kaum. Oder habe ich alten Leuten mal nicht über die Straße geholfen ? Auch nicht, ich fahre meistens Auto. Vielleicht habe ich auch mal einen Kettenbrief nicht weitergeleitet ? Das schon eher.

Da gab es mal diesen einen, ursprünglich wurde dieser Brief von einem Kamelhirten in Sibirien erdacht. Daran sieht man wie alt er ist. Denn wie wir alle wissen, leben Kamelhirten in Sibirien schon lange, lange Zeit nicht mehr. Der Sinn des Briefes ist damals leider, mit dem Originalpergament, verloren gegangen. Der Zweck war aber sicher ein Wichtiger. Willst du Glück im Leben haben, mußt du diesen Brief 400 Mal im Originalwortlaut abschreiben. Also nicht kopieren, sondern wirklich schreiben. Dann musst du eine Vollmondnacht abwarten. Um Mitternacht, genau, wenn der Vollmond so richtig voll ist, musst du deinen örtlichen Friedhof aufsuchen und dich nackig ausziehen.
Dann schmierst du deinen ganzen Körper mit Senf ein und musst auf den Händen gehend 4 Runden um den Friedhof zurücklegen. Ok.. wer nun in einer großen Stadt mit einem großen Friedhof lebt, hat Pech gehabt. Du wirst sehen, dass in weiterer Folge nette Antwortschreiben mit anerkennenden Worten zu dir zurückkommen. (alleine schon deshalb weil es ja eine Auflage im Brief ist). Außerdem kannst du mit diesen Schreiben deine Freunde selektieren. Eine Antwort mit: "Hey Alter, behalt dir deinen Scheiß und belästige mich nicht mehr" lässt darauf schließen, dass es nicht einer deiner 400 besten Freunde ist, wie du bislang geglaubt hast. Und was macht einen glücklicher als zu wissen, wer ein wirklicher Freund ist.

Vielleicht war es also doch ein Fehler. Meine Strafe nun, daß ich zusehen muß wie die Eintracht immer tiefer in den Abwärtsstrudel gerät. Die Spiele in den letzten Wochen liefen immer nach dem gleichen Modus. Das einzig postive war, daß ich erkannt habe, daß Schirmi und ich eine große Zukunft als Fensterputzer haben und das Sushi nur was für echte Männer ist.

TM


05.03.2006  SGE - BSG VW Wolfsburg
(1:1  26000 Zuschauer)

Im dreiundvierzigsten Jahr am fünften Tage des dritten Monats, als ich unter den Weggefährten am Fluss Main war, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte. Da geschah das Wort des HERRN zu Hesekiel, und ich sah, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer. Und mitten darin war etwas wie elf Gestalten; die waren anzusehen wie Menschen. Und ihre Beine standen gerade, und ihre Füße waren wie Stierfüße und glänzten wie blinkendes, glattes Kupfer. Und sie hatten Menschenhände unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten, ihre Flügel berührten einer den andern. Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite gleich einem Stier bei allen vieren und hinten gleich einem Adler bei allen vieren.  Immer gingen sie in der Richtung eines ihrer Angesichter; wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden. Und in der Mitte zwischen den Gestalten sah es aus, wie wenn feurige Kohlen brennen, und wie Fackeln, die zwischen den Gestalten hin und her fuhren. Das Feuer leuchtete und aus dem Feuer kamen Blitze.

Und der HERR rief mit lauter Stimme vor meinen Ohren und sprach: Gekommen ist die Heimsuchung der Stadt Wolfsburg; ein jeder habe sein Werkzeug zur Zerstörung in seiner Hand! Und siehe, da kamen elf Männer auf dem Wege vom oberen Tor her, das gegen Norden liegt, und jeder hatte ein Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand. Aber es war einer unter ihnen, der hatte ein Kleid von Leinwand an und ein Gewerk aus Leder an der Seite. Und sie kamen heran und traten neben den kupfernen Altar. Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich, und der HERR rief dem, der das Kleid von Leinwand anhatte und das Leder an der Seite, und sprach zu ihm: Geh durch die Stadt Frankfurt und zeichne mit einem Zeichen an der Stirn die Leute, die da seufzen und jammern über alle Gräuel, die darin geschehen. Gehe hin und bringe das Leder unter im Tor des kupfernen Altars und schütte meinen Zorn aus über Frankfurt.

Und es begab sich am sechsten Tag des dritten Monats. Ich saß in meinem Hause und die Ältesten von Hopp Hard saßen vor mir. Da fiel die Hand des Verlegers auf mich. Und ich sah, und siehe, da war eine Gestalt wie ein Mann, und abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, war es wie Feuer, aber oberhalb seiner Hüften war ein Glanz zu sehen wie blinkendes Kupfer. Und er streckte etwas wie eine Hand aus und ergriff mich bei dem Haar meines Hauptes. Da führte mich der Geist fort zwischen Himmel und Erde und brachte mich nach Jerusalem in göttlichen Gesichten zu dem Eingang des inneren Tores. Und du mein Sohn schreibst den Wolfsburg-Bericht ! Schönen Dank.....

TM (für Hopp Hard)


25.02.2006  FC Bayern : SGE (5:2) oder ist München wirklich immer eine Reise wert?

Nachdem ich aus diversen Gründen doch nicht zum Pokalspiel gegen 1860 gefahren war, musste die Besichtigung der neuen Allianz-Arena nun im Zuge der Partie gegen den FC Bayern stattfinden.
Da ich außerdem ein ausgesprochener Karnevals-Muffel bin, bot sich eine Reise nach München über die ach so dollen Tage wahrlich an.

So ging es Freitagmittag gegen 15.00 Uhr in Richtung München. Dank Olis Geschichten gestaltete sich auch das Stehen in diversen Staus als ausgesprochen kurzweilig. Der Audi A6 und Schirmis Fahrstiel waren Garanten, dass wir trotz häufigem Stehen nach ca. 5 Stunden in Bayerns Landeshauptstadt ankamen.

Inkl. Herbergsvater Klaus waren wir 6 Personen, die irgendwie auf 2 Zimmer aufgeteilt werden mussten und da auch Klausens Freundin Sabine mit uns gefahren war, war klar, dass wir uns das Wohnzimmer zu viert als Schlafstatt teilen würden.
Diese Aufteilung und die Tatsache, dass es in der Küche noch kein fließendes Wasser gab, ließ schnell ein gewisses Camping-Feeling aufkommen und man fühlte sich in die Jugend zurückversetzt.
Sprüche wie "ich dusch hier net, das ist wie Camping" oder "dann geh doch in den Flur zum kacken" waren an der Tagesordnung.

Nun aber zum Spiel bzw. zum Stadionbesuch, denn zum Spiel gibt's nicht viel zu schreiben. Die Bayern waren in allen Belangen besser und man hatte immer das Gefühl, dass sie noch ne Schippe drauflegen könnten, wenn's denn sein müsste.
So wurde auch jedes Tor der Eintracht umgehend mit einem weiteren Gegentor des FCB belohnt. Es hatte ein wenig was von einer Kuh, die sich von Mücken belästigt fühlt und eben mal kurz mit dem Schwanz schlägt, wenn es ihr zu bunt wird.
Zum Stadion muss ich sagen, dass ich in keinster Weise beeindruckt war.
Das Stadion bietet außer seiner zugegeben außergewöhnlichen Außenhaut wirklich nichts Spektakuläres.
Man muss auch feststellen, dass man hier als Gästefan prophylaktisch als potentieller Gewalttäter statt als Gast behandelt wird.
Die Gästefans werden in eine linke obere Ecke des Stadions gesperrt, damit sie so wenig Stimmung wie möglich machen können. Der Gästebereich zeichnet sich dadurch aus, dass alles vergittert, das Angebot an Speisen deutlich eingeschränkt ist und man Speisen und Getränke nicht mit in den Block nehmen darf. In allen anderen Bereichen des Stadions werden den Besuchern Getränke sogar im Block verkauft.
Überall im Stadion findet man Werbung der Allianz und natürlich darf man darüber keine Blockfahnen oder Banner hängen. (Hier sei nochmal angemerkt, dass die Commerzbank extra Werbebereiche in unserem Stadion gekauft hat, die Werbefrei sind und die extra für das Aufhängen von Bannern vorgesehen sind).
So war es dann auch zu beobachten, dass Ordner Banner von Frankfurtern
einfach abgerissen haben und diese dabei beschädigt wurden.
Natürlich mussten wir Gästefans nach dem Spiel für 20-30 min. in unserem Block verharren, bis die Heimfans das Stadion verlassen hatten.
Wie schon einmal erwähnt, ist es wohl nur in FFM so, dass die Heimfans warten müssen, bis der Gästemob an ihnen vorüber gezogen ist, der dann noch unter Polizeischutz die Heimfans anpöbeln kann.
Was die Bayernanhänger angeht, habe ich wohl noch nie einen so lächerlichen Haufen gesehen.
Es mag eine Gruppe von 300-400 Getreuen geben, die versuchen Stimmung zu machen. Hören kann man die paar Leute im Stadion eigentlich kaum. Im TV hört sich das dann immer ganz toll an, offenbar werden hier von der ARD extra Mikros vor dem Bayernblock aufgestellt, um dem arglosen Fernsehzuschauer eine riesen Stimmung aus der ach so tollen Arena vorzugaukeln!
10 min. vor Schluss war das halbe Stadion leer. Nach dem Spiel konnte man staunend beobachten, wie sich die Bayernspieler bei den leeren Sitzreihen für die Unterstützung (??) bedankten.

Nun gut. Nach dem Spiel begann es zu schneien und wollte auch bis Montag nicht mehr aufhören.
So kam ich noch zu einem Besuch im Deutschen Museum und einem romantischen Spaziergang mit meiner Freundin im Englischen Garten.

Die Rückfahrt mit der Deutschen Bahn verlief ruhig bis einige lustige Karnevalsidioten in Mainz zustiegen. Eine Stadion kann man das aber auch ertragen und nach ca. 9 min war der Spuk dann auch vorbei.

Helau AH

Bayrische Wochen

Unterbrochen vom Spiel bei den Pillendrehern, haben wir doch erfolgreiche Auswärtsfahrten mit einem Strauß bunter Erlebnisse und viel Schnee hinter uns gebracht - und nicht zuletzt hat es sich gelohnt; ist ja auch ganz nett, wenn wir uns nach zig Stunden Autobahn, fremden Dialekten und Scheiß-Radio-Programmen, die noch nicht mal Ergebnis oder Tabellen durchgeben, wenigstens nicht Ärgern müssen.

Nach den Fahrten nach München und Nürnberg ist zudem mein Bedarf an Kälte und Schnee gedeckt für dieses Jahr.

Wenn also Kumpels nach München ziehen und man eh nichts besseres zu tun hat, kann man da auch ein paar Tage bleiben und viel Geld ausgeben - die Münchner Gastronomie lässt sich ihre Leistungen gut entlohnen.

In München wars nett; Saukalt zwar (NEIN, Schaaff und ich haben uns keine Decke gekauft, sondern Thermo-Unterwäsche, und ich auch noch ne neue Jacke, sonst wärs bei Bayern gegen den Karnevalsverein nicht auszuhalten gewesen), aber inspirierend. Eindrücke? Spaßfußballer gegen Supertruppe, Pat und Patachon (Deutschlands schlechtester Radio-Moderator vs Deutschlands unerträglichsten Ich-bin-Spaßfußball-Stadionsprecher), Fußball bei -15° macht keinen Spaß, Mainzer Deppen sind auch in München unerträglich (Schaaff solidarisierte sich mit einem "Wir hassen ja beide den FCK"), und der Eindruck, dass die blöden Bayern in der 70. Minute den Schalter umlegen, damit die Spaßfussballer nicht übermütig werden. Spaß hats jedenfalls nicht gemacht, nur Feindbilder untermauert.

Nach einem deutlichen Wärmeeinbruch hat dann nach das Spiel unserer geliebten SGE das Herz warm werden lassen - die 60er sind ja eh nicht in der Lage zu Hause zu gewinnen, haben auch ne seltsame Mannschaft, komische Fans, und wir haben souverän gewonnen - mehr oder weniger jedenfalls. Griechen, Oka und Paco sei dank.

Fazit: Allianz Arena pfui, aber ruhig mal vorher anreisen und dass Catering da genießen. An jedem Stand ein anderes Angebot, und durchwegs lecker. Irgendwas muss da ja stimmen. Vorsicht: Im Parkhaus am Stadion in der Nähe der Ausfahrt parken, und 5 EUR auf der Karte lassen, sonst siehts düster aus...

Und dann Nürnberg. Da bin ich immer schon gern hingefahren, da habe ich noch nie eine Niederlage gesehen. Zwar ein wenig enttäuscht, dass der Kollege Z. nicht mitkommen konnte (Übertore? Untertore? Basketball-BL? Handball-BL? Wettmafia? Weltgeschehen? Verschwörungstheorien? NICHTS VON ALLEDEM!!! ;-(((( ) Aber mit drei Groundhoppern im Auto zu sitzen, und mal zu hören was für Vereine in England, Italien, Tschechei und Rest-Europa vorhanden sind, ist auch ganz witzig.

Torstens Rat befolgend, vor den offiziellen Parkplätzen parkend, hatten wir dann auch eine amüsante Tour durch Nürnbergs Schrebergärten, erinnerte stark an die berühmten Tanzbären. Und auf einer Tribüne zu stehen, die mindestens 5 cm nach oben und unten schwingt, ist auch nicht ohne - Stiftung Warentest lässt grüßen In jedem Fall hat der Merk seine Gladbach-Leistung wieder gut gemacht, siehe Kamikaze-Maier, und wir fahren da gerne wieder hin. Wollen wir hoffen, dass der Club (sensationelle Unterstützung durch den Stadionsprecher: Auf geht's, Nürnberg, einmal pro Halbzeit) die Klasse hält, dann haben wir einen Auswärtssieg schon mal sicher. Und wir dürfen dann wahrscheinlich auch wieder lustige 20 Minuten nach Spielende hinter verschlossenenen Toren verweilen. Da wusste noch nicht mal die Ordnungsmacht, woran's lag.

CS

28.01.2006  Bayer 04 - SGE (2:1)

Ich habe mich verliebt ! Nein, nicht in die neue Verkäuferin meiner Stamm-Dönerbude. Auch nicht in eine Dame aus der Lindenstrasse, dem Playboy oder gar eine dieser Ladies, die mein email-Postfach immer schön zumüllen wegen einer Viagra-Bestellung oder wegen Erektionsproblemen. Erst recht nicht in Leverkusen, auch wenn die mir immer schön artig den neuesten Fankatalog zuschicken, weil ich da öfters mal Karten bestelle oder gar in deren Fans, die zu Spielbeginn eine recht gelungene Choreo produziert haben. Hätte man dem Arbeitskreis Stimmung der Bayer AG gar nicht zugetraut. Waren halt nur die falschen Vereine. Schon eher in die Riesen-Krakauer aus dem Stadionimbiß, aber das ist ein anderes Thema.

Die Eintracht ist es nicht, das ist dann eher eine intensivere Zuneigung in einem Stadium, in dem man sich wohl nach einer 25-jährigen Ehe befindet. Es ist auch nicht der Herr Zielinski, auch wenn dieser herzensgute und stets freundliche Mensch ständig von seinem Hintermann angepöbelt wurde, der sich für das Spiel mal eine kurze Auszeit von seiner Stamm-Trinkhalle genommen hatte. In seiner unnachahmlichen Art wurden hier schnell die Fronten geklärt, was die Sitznachbarn zu erheblichem Respekt veranlaßte. Nein, ich fahre immer noch auf dem richtigen Ufer, aber auch das muß mal gesagt werden.

Nein, es ist eine Dame mit dem Namen Birgit Prinz. Mit welcher Grazie und Anmut sie den Abend rettete nach der unnötigen und vermeidbaren Niederlage gegen die Pillendreher. Mit Ihren feingliedrigen Fingern spielte sie mit den Bällen (an dieser Stelle soll der Bericht ausdrücklich nicht abgleiten) und sie drehten sich immer schneller, so dass einem ganz warm ums Herz wurde. Wir sehen, daß in dem Maße, als, in der organischen Welt, die Reflexion dunkler und schwächer wird, die Grazie darin immer strahlender und herrschender hervortritt. Wesen, die Grazie, Anmut, Schönheit, Stärke, Kraft, Geschmeidigkeit und Gefährlichkeit vereinen, werden schon seit Jahrtausenden verehrt. Früh erkannte man sie als faszinierende Geschöpfe, die nahezu perfekt sind. Und in dieser Perfektion wurden die ersten beiden Bälle aus Ihrer schimmernden Verpackung geholt. Im gleißenden Schweinwerferlicht leuchtete: St. Pauli gegen Bayern. Mit der Eleganz und Dynamik eines Panthers wollte ich in den Fernseher hüpfen und dieses zarte Geschöpf liebkosen und in meinen starken Armen nach Frankfurt zurück tragen. Als nächstes: Eintracht Frankfurt gegen Bielfeld. Der Ohnmacht nahe riß ich mir die Kleider vom Leib und lief durch den Ort, durch die ganze Stadt. Heimspiel im Halbfinale, die Erfüllung meines größten Traums, Europapokal mit der Eintracht, rückt in greifbare Nähe. Birgit per sempre !

TM

14.12.2005 Lautern - SGE (1:2)

Und es begab sich zu der Zeit... aber diesen ganzen Salm kennt ja eh jeder und deshalb werde ich ihn weglassen, obwohl Herodes ein ganz, ganz schlimmer Finger war und eine Hollywood-Verfilmung seiner Kindermassenmeuchelung sicher ein Kassenschlager wäre. Setzen wir also dort ein, wo ein Zimmermann, der so arm war, dass er nicht einmal einen Familiennamen hatte, sich mit seiner hochschwangeren Frau aufmachte, um nach Kaiserslautern zu ziehen.

Josef, den seine Kumpels kurz "Jupp" nannten, grummelte den ganzen Weg lang. Erstens musste er mit seinen windigen Sandalen laufen, während seine Frau bequem aus dem Esel ritt und zweitens gingen ihm andauernd die Worte seiner Kumpels durch den Kopf. "Jupp, bist Du denn völlig meschugge? Wie will dei Frau noch Jungfrau sein, wenn se is schwanger?" oder "In der letzten Zeit is dei Frau immer verdächtig lang beim Ölhändler Cohn jewesen!" und Ähnliches musste er sich tagein und tagaus von seinen Kumpels anhören. Drittens ist die Pfalz so attraktiv wie Angela Merkel nach dem Aufstehen. Da seine Frau andauernd Pausen machen wollte und so das Tempo drosselte, kam es, wie es kommen musste. Statt am Tage, kamen sie mitten in der Nacht in K-Town an. Sie bogen gerade in die 'Wir gebbe nix'-Straße ein, als Maria einen offenstehenden Stall entdeckte. "Sag was Du willst, ich MUSS jetzt irgendwo rein und niederkommen. Josef zuckte mit den Achseln und folgte ihr gehorsam. Kaum hatte er den Esel vor dem Stall angebunden, hörte er seine Frau auch schon keuchen und schreien.
Während Josef seinen Aufgaben nachging, herzte und küsste Maria das Kind, plötzlich wurde die Decke am Eingang zur Seite gerissen und drei finster dreinblickende Gesellen, gesellten sich zu Maria, dem Kind und dem Einfaltspinsel Josef. Schützend stellte sich Maria zwischen die seltsamen Typen und ihrem Kind, griff zur Heugabel und hielt diese drohend in Richtung der Eindringlinge. "Aber ehrenwerte Frau, wir wollen dem Knaben nichts Böses! Wir folgten der Eintracht, um ihr zu preisen!" Maria machte zwei Schritte vorwärts und drängte die in Lumpen gehüllten Ausländer aus dem Stall. "Ich weiß genau, was ihr Ungläubigen von meinem Sohn wollt, ihr Verbrecher! Lasst euch noch einmal hier sehen und ihr bekommt die Heuforke hinein bis zu den Zinken! Schleicht euch!" Mit angsterfüllten Blicken flohen die Weisen... während Maria noch die halbe Nacht lang hinter ihnen her fluchte. Und so endet meine kleine Weihnachtsgeschichte. Die allseits bekannte Form wurde von den Weisen verbreitet, die somit mit die ältesten Geschichtsfälscher der Geschichte sind.
Schon ein seltsames Völkchen die Pfälzer. Da wird ein Tempel gebaut, der auf einmal zu baufällig ist und plötzlich doch in knapp 8 Stunden repariert werden kann. Trotzdem haben sich unsere heiligen 11 Könige nicht beeindrucken lassen und mehr mitgebracht als nur Myrrhe und Weihrauch, aber wie sagte schon der Prophet Amanatidis aus dem Morgenland über die längst tief ernüchterten Fans vom FCK, die längst keine Angst und keinen Schrecken mehr verbreiten: "Die spiegeln nur die Entwicklung des 1. FCK wider" In diesem Sinne:
Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Amen.

TM

17.12.2005  Gladbach - SGE  (4:3)
Auswärts ist’s am schönsten….. (Oder: Wie lerne ich im Alter noch dazu?)

Jetzt hatte ich auch einmal die Ehre, den Sportkameraden Uwe Z. im Auto über einen längeren Zeitraum zu erleben – das war die erste Lehre dieser vergnüglichen Fahrt, die weiteren folgen noch.

Der Ausflug startete um 12.00 mit einem Kurzimbiß bei Hoppes Stammbäcker, nicht ohne davor schon einen völligst hektischen Uwe verbal befriedigt zu haben (Fährst Du? Gibt es noch Karten? Hast Du noch Platz im Auto? Hat der Mankel noch Karten? Hast Du noch Karten?), um dann nochmals den Uwe am Telefon zu haben – Gleiche Fragen, gleiche Antworten, da Freund Mankel sein Telefon aushatte. Leider konnte Hoppe ihm auch nichts anderes sagen….. die Fragen waren die gleichen, die Antworten auch, wir haben uns nicht abgesprochen, ehrlich. Uwe kam trotzdem mit, da wurde die Fahrt ziemlich kurzweilig (Alex M., Wettmafia, Großwallstadt, Bamberg, BL, Wettbüro, die Mainzer Freunde, und Uwes Einstellung zum Weltgeschehen – EMPFEHLENSWERT!!

Im Stadion angekommen, Hut ab – Eigene Autobahnabfahrt, Parkplatz direkt am Stadion, Stadion von Außen Pfui, von innen nett – aber die Commerzbank-Arena ist besser. 

Weitere Lehre – auch mit Bargeld klappt’s nicht – Hoppe durfte auf die Wurst warten, die kommt aus der gleichen Pressung wie unsere, sah genauso aus und schmeckte wohl auch so. Jever Light ist auch nicht besser.

Weitere Lehre: Mann wird älter und weiser. Mann gibt ja Geld aus, um zu sitzen, weil man als Ü 40 keinen Bock mehr aufs stehen hat; Junge Supporter haben auch Geld, wollen aber lieber stehen, und weil sie keinen Stehplatz mehr bekommen haben, stehen sie halt vor uns. Allerdings haben Sie sich nach einer (FREUNDLICHEN) Aufforderung wirklich hingesetzt, und das wäre mir früher wirklich nicht passiert (freundlich zu fragen, meine ich).

Nächste Lehre – Amanatidis ist besser als Arrie – den will ich nicht mehr sehen. Cha ist kein Verteidiger – das ist uns Samstag klar geworden. Oka kann immer noch keine Flanken fangen – der Knackpunkt. Jones fehlt, und der Fistelstimmen –Schiri pfeift Abseits, wenn’s keins ist. Und das wir keine Stürmer außer unserem Griechen und dem Kopfball-Ungeheuer haben.

Letzte Lehre – Ich habe glaube ich noch nie einen Auswärtssieg in Liga Eins gesehen, also fahre ich nur noch in die schönen Stadien oder bleibe zu Hause.
Blieb also nur noch, sich zu wundern, dass es immer wieder Leute gibt, die auch im Dezember bei Schnee mit Sommerreifen fahren (in der Eifel und Hunsrück bewundernswert!!) und dann mit 40 auf der Autobahn links fahren, und sich auf die Weihnachtsfeier zu freuen – gelungenes Event, aber eine andere Story.

Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr – Dann halt UI Cup oder UEFA-Cup, weil wir Bayern im Pokalfinale schlagen.

CS


19.11.2005 FSV Mainz 05 - SGE (2:2)

Die Geschichte von Jim Klopp und Lukas, der Lokomotivführer (auch Günther genannt). Lukas, der Lokomotivführer lebt mit seiner Lokomotive Thermine auf der Insel Lummerland. Die ist sehr klein, hat zwei Berge und liegt mitten im endlosen Ozean. Über das Land regiert König Mayer-Vorfelder, der Viertelvorzwölfte. Am liebsten telefoniert er mit seinen Untertanen oder unterhält sich mit seiner Flasche Trollinger. Untertanen sind neben Lukas noch Herr Ärmel, der leidenschaftlich gerne fotografiert und Frau Waas, die einen Kaufladen betreibt. Eines Tages bringt der Briefträger ein Paket mit einem Baby nach Lummerland. Der Inhalt: Jim Klopp...

Als Thermine die Insel aus Platzmangel verlassen soll, fliehen Lukas, Thermine und Jim Klopp von Lummerland. Sie landen in Mainz. Als sie erfahren, daß Li Si, die Tochter des Kaisers von Mainz, geraubt und ins ferne Drachenland verschleppt worden ist, beschließen sie zu helfen. Die Fahrt ins Ungewisse beginnt. Sie kommen ins "Tal der Rheinhessen". Von dort fahren sie in die Wüste Bruchweg, wo sie sich verirren. Da taucht unverhofft Thur-K, der zahnlose Scheinriese, auf. Er erklärt den Weg und warnt sie vor der Region der schwarzen-roten Felsen. Da ihnen langsam alles zu albern wird und sie sich bei den schwarz-roten Felsen doch viel wohler fühlen und die Tochter vom Kaiser sowieso häßlich ist wie der Rest von Mainz, geht es zurück nach Lummerland. Lukas und Thermine warten auf Urmel, Jim Klopp bleibt in der Wüste und versucht dem sinnlosen Haufen der Rheinhessen den unfallfreien Umgang mit Bällen beizubringen.

Fast hätte das geklappt, aber auch nur fast..... 1 Punkt auswärts ist ok, die Chance auf den Klassenerhalt der schwarz-roten Felsen steigt weiter. Beim nächsten Mal besuchen wir dann übrigens das Sams bei Herrn Taschenbier.

TM

29.10.2005 Werder Bremen - SGE  (4:1 - 41085 Zuschauer)

Das ist Bremen. Bremen ist eine Stadt. Fragt doch mal den Papi, aus welcher Stadt ihr denn seid, vielleicht kommt ihr ja aus Bremen. Das wäre schön, weil dann wärt ihr schon öfters Meister gewesen. Und, was sagt der Papi? Frankfurt ? Schade. Denn Bremen ist etwas ganz Besonderes. Bremen ist nicht nur eine Stadt, sondern sogar ein ganzer Staat. So wie Monaco und Frankreich. Bremen ist ein komplettes Bundesland mit allem drum und dran. Was jetzt der Unterschied zwischen Staat und Bundesland ist, das ist ganz einfach. Als Bundesland nämlich kriegt man keine Probleme mit dem George aus Washington, während man als Staat ein potenziell tödlicher Gefahrenherd ist. Da hat Bremen also noch einmal Glück gehabt und konnte sich die ganze Saison über nur mit Fußball beschäftigen.

Viele von euch werden Bremen aber kennen. Na, kommt ihr drauf? Genau, bei der Gute-Nacht-Geschichte. Da gab es doch mal diese Bremer Stadtmusikanten. Die erste Boyband der Welt. Für alle, die in Märchen nicht ganz so bewandert sind (macht nichts, Versicherungen sind auch was Tolles), hier noch einmal die Geschichte in Kurzform. Also da gibt es einen Esel. Ein Esel ist wie ein Pferd, nur anders. Der Esel wird von seinem Herrn gemobbt und haut ab. Zur gleichen Zeit gibt es noch einen Hund, eine Katze und nen Gockel, die allesamt aus diversen gesellschafts-politischen Gründen ihr zu Hause verlassen. Die vier Tiere treffen sich, sprechen auf einmal die gleiche Sprache und haben nur ein Ziel: Bremen. Keine Ahnung, was die daran so toll finden, aber die wollen unbedingt in die Metropole des Beats. Auf dem Weg dahin treffen sie den Dieter und den Thomas, klauen sich zwei Akkorde und nehmen ein Demotape auf, mit dem sie mal ganz groß rauskommen wollen. Versucht euch das mal vorzustellen: da ist ein alter Esel, der grunzt vor sich hin, der Hund setzt ein und kläfft ein wenig, die Katze krächzt ohne Unterlass und der Hahn hat nichts anderes zu tun, als auch seinen Senf dazuzugeben. Ganz schön laut. Aber gut, jeder wie er es will, lieber das, als DJ Ötzi. Naja, ich will das ja auch nicht weiter vertiefen, am Ende stellen sich alle Tiere aufeinander (ganz schön wacklig, aber meinetwegen) und vertreiben die in Bremen ansässigen Panzerknacker. Und was das alles mit Werder Bremen zu tun hat? Nichts.

Was ich damit sagen will: Bremen ist eine Stadt voller Kultur und Stadtmusikanten. Aber sonst ziemlich langweilig, man bekommt immer fußballerisch auf die Ohren und sagt immer, ist ja kein Problem, weil die ja in einer anderen Liga spielen. Alle freuen sich mit den Bremern. Nicht unbedingt, weil die gerade so toll sind, sondern weil Bayern nicht Meister werden soll. Mangels Alternativen nimmt man dann auch mal ein paar Grün-Orangene an. Freunde, ihr merkt, dass ich noch unter dem Einfluss von schlechtem Fisch stehe. Wenn ihr mir heute nicht ganz folgen konntet, das ist nicht schlimm.

TM

25.10.2005 SGE - Schalke 04 (6:0 - DFB-Pokal)

Präsi, wo warst du ? Wir haben am Treffpunkt auf dich gewartet, aber du bist nicht erschienen. Jemand hat gesagt, du wärst im Urlaub, aber das konnten wir nicht glauben. Doch nicht während eines solch wichtigen Spiels auf dem Weg in den Europapokal !

Wir sind dann halt ohne dich los. Nachdem du am Samstag gegen Köln schon nicht erschienen bist, haben wir uns schon so unsere Gedanken gemacht. Ein gutes Omen ? Mysteriöse Verschwörungen ? Es wäre nicht das 1. Mal, nichts ist so, wie es scheint. Die Welt, in der wir leben, wird bestimmt durch eine unheilvolle Mixtur aus Macht, Intrigen und der Matrix. Scheinbar harmlose Dinge wandeln sich in für unser Denken unfassbarer Weise zu Bedrohungen. Niemand ist sicher, auch ihr nicht. Und glaubt bloß nicht, im Fußball wäre das anders. Denkt an 74: Hölzenbein sinkt aus heiterem Himmel zu Boden. Warum ? Keiner weiß es. Alles ist ganz anders, als es zunächst den Anschein hat, nichts ist, wie es scheint. Ein Fall für die F-Akten, hier gibt es die absolut reine Wahrheit. Die Wahrheit ist jedoch gefährlich. Wer eingeweiht ist, der muss zu jedem Zeitpunkt damit rechnen, dass Prinz Poldi auf der Suche nach dem heiligen Genitiv vorbeikommt, mit seinem Kumpel Altintop zusammen, 90 Minuten im Rausch der Sprachkunst.

Aber zurück zum Spiel und zum Präsi: Es gibt solche Spiele, die sind rar gesät, in denen fliegt einem alles nur so zu, als ob man wie Obelix in einen Topf voll Zaubertrank gefallen ist. Man sollte diese Spiele genießen, die Regel werden sie sicherlich nicht. Besonders schön auch, weil der Schalker Trainer Rangnick vor Funkel bei der Eintracht auf dem Zettel stand und die Mannschaft nicht für bundesligatauglich befand. Jetzt bekommt er 6 Stück. In diesem Sinn: Dies war mein Versuch, die größte Verschwörung seit Peterchens Mondfahrt zu durchschauen. Es ist noch ein weiter Weg, Sie, verehrte Leser, an das Licht der Erkenntnis zu führen, doch ich werde mein Bestes geben, um mein Wissen nicht mit ins Grab zu nehmen. Bis dahin sammeln wir weiter in der Aktion: Urlaub fürn Präsi !

TM

22.10.2005 SGE - 1. FC Köln (6:3 - Waldstadion, 47800 Zuschauer)

Da hab ich mich doch richtig auf diesen Kick gefreut. Besser noch auf die Begleiterscheinungen. Ich wollte schon gerne wissen, ob unser Fansprecher und Prinzessin Poldi nun endlich ein Paar geworden sind. Nachdem es im letzten Spiel doch einige Meinungsverschiedenheiten gab, weil die Prinzessin mit einigen anderen Frankfurter Fans geflirtet hat, so scheint die Beziehung nun endgültig zu den Akten gelegt, denn man würdigte sich keines Blickes.

Vielleicht lag es daran, daß man Prinzessin Poldi während des ganzen Spiels nur 2mal wahrnahm, und zwar am Anfang bei der Durchsage der Aufstellung und in der 2. Halbzeit beim Elfmeter. Das war dann auch genau 2mal öfter, als der Rest der Kölner Mannschaft, die sich desolat präsentiert hat gegen eine grandios aufspielende Frankfurter Mannschaft, die nach dem schweren Auftakt nun wohl langsam ins Rollen kommt. Selbst noch 10 Einladungen für den Papst werden da nicht zum Klassenerhalt helfen, da gehts schnurstracks wieder in die DSF-Liga zurück. Meier, Copado und der Grieche werden immer besser, schlechter dagegen wurden die Kölner Fans, sogar noch schlechter als die eigene Mannschaft. Nur so kann man das Transparent in der 2. Halbzeit bezeichnen, welches auf den Grillunfall am Fanhaus anspielte. Da gab es sicher schon bessere Vorstellungen aus dem Gästebereich, aber man kann ja auch nicht überall vertreten sein, so ein Weltjugendtag oder Christopher Street Day nimmt einen schon ganz schön in Anspruch.

Ich freue mich schon auf die WM: es wird sicher nicht leicht für die Dolmetscher, wenn sie Interviews mit dem Möchtegern-Star des Turniers Poflopski übersetzen müssen. Vielleicht sollten sie zwei Sätze schon mal üben: Isch bin dä Lukas. Isch mach dä Ball rein und Ende. Nach der WM wechselt er übrigens nach München, wegen Schweini. Schade bloß, dass der Schweini zeitgleich nach Köln wechselt, wegen Poldi. Insgesamt kann man nur sagen: Nein zu Köln, nein zu Prinzessin Poldi, da ist mir Prinz (mit Vornamen Birgit) vom FFC schon lieber.

TM

16.10.2005 MSV Duisburg - SGE (0:1 - 24636 Zuschauer)

Ach was war das wieder mal schön. Endlich stand mal wieder eins der näheren Auswärtsspiele an, nachdem man in den vergangenen Wochen Berlin, Hannover und Hamburg bereist hat. Dazu auch noch Sonntag. Auch mal wieder nett, weil man was anderes machen kann. OK, das andere bezieht sich bei mir in diesem Zusammenhang lediglich auf einen anderen Sportplatz. So konnte ich mal wieder ein Heimspiel meiner glorreichen TSG besuchen, dazu auch noch im Topspiel gegen den FSV Bornheim. Als Belohnung gab es für die TSG dann auch glorreich auf die Ohren mit 0:3. Auf der abendlichen Geburtstagsfeier einer guten Freundin wollte ich mich dann auf die Tour nach Duisburg einstellen, was bei lecker Buffet auch ganz gut gelang. Bis das Handy klingelte.

Am Rohr Uns Uwe, der wissen wollte, was jetzt mit morgen ist. Morgen ? Ja das Eintrachtspiel, wann fahren wir los ? Kalte Schweißausbrüche, hatte ich etwa vergessen das du mit wolltest ? Mist, war aber so. Auto voll, es sollte schon morgens losgehen um vorher noch andere Spiele zu sehen, natürlich auch um noch mehr Zeit zu haben, vielleicht einen ausgiebigeren Test der örtlichen Currywurstbuden durchzuführen. Ich konnte trotz der horrenden Spritpreise Uwe dazu locken, selbst später nachzufahren auch weil ich die Aussicht auf Freitickets hatte. Hat sich dann natürlich alles zerschlagen, auch weil wir erst spät am Stadion waren, was heute erstaunlich gut gefüllt war und uns so in lange Schlangen am Ticketschalter einreihen durften. Uwe war mit Recht etwas sauer, mit wenigen Minuten Verspätung ging es dann rein in den Tempel, der einen ganz netten Eindruck macht, vor allem wenn er so gut gefüllt ist. Mies allerdings die unteren Plätze hinterm Tor, bei denen man durch ein relativ dichtes Netz schauen muß und nach kurzer Zeit Kopfschmerzen bekommt. Uwe wieder in Galaform, besonders werden dies die vor ihm sitzenden Duisburger bestätigen können, bei denen wahrscheinlich heute noch welche mit Tinitus zu kämpfen haben oder bei der örtlichen Polizei um Stadionverbot gebettelt haben. In Galaform auch unsere SGE gegen einen ganz schwachen Gegner. Wie sagte vor einiger Zeit ein Radioreporter: "das ist geiler als Sex". Fußball geiler als Sex. Jeder Volltreffer zieht nicht gleich Alimente nach sich, alle jubeln wenn er drin ist und man kann sich sicher sein das die Bälle echt sind.

Die Jungs können also doch kicken. Auf den Rängen glänzte man durch Masse, fast der gesamte Hintertorbereich war in unserer Hand, auch ein Copado glänzt und Alex Meier zeigt, was er kann. Ein richtig guter Fußballer, der noch sehr wertvoll werden kann. Gell Uwe ?

TM

24.09.2005  Wolfsburg - SGE  (1:0)

Katastrophen, Katastrophen, Katastrophen. Ich habe täglich mit Katastrophen zu tun. Wo andere auf der Strecke bleiben, im Rennen ums Entkommen, dort eile ich gewerblich routiniert hin. Dramen der Not, Tragödien und ihr Trauerspiel, sie nähren meine Beute, pannensicher. Das Verhängnis lauert überall. Vernichtend schlägt es zu. Ich stürze mich ins Verderben, wo immer es sich placiert. Als Heimsuchung, als Plage, Absturz oder Untergang. Für mich bleibt das gleich in der Regel; wichtig ist meine schnelle Ankunft. Ich muss immer flink zur Stelle sein.

Katastrophen. Zu frühes Aufstehen (mit Kaffee noch zu ertragen), Bazillenschleudern im Auto (Grippe habe ich jetzt auch), ein mieses Reiseziel (so wertvoll wie eine ostdeutsche Plattenbausiedlung) und auch noch Probleme in der Mannschaft (ohne Jones und nur mit dem 3. Torwart), Immerhin war uns Uwe endlich mal wieder mit an Bord. Unweigerlich fällt mir da immer wieder der Holzmichel ein, auch wenn ich das dann doch verdrängt habe. Das einzig positive auf der Anreise war, daß ich jetzt die Wettquoten von Albanien drauf habe. Ansonsten war es fast wie auf einem Familienausflug, das Auto voll und angeregte Diskussionen, besonders über den Trainer und warum das Bayern-Spiel verloren ging. Die Vermutungen reichten von negativen Einflüssen querverlaufender unterirdischer Wasseradern über die Konsistenz des Halbzeitgetränkes (welcher für zeitweilige Sehstörungen und Lähmungserscheinungen einzelner Akteure verantwortlich war) bis zur ungünstige Konstellation der Gestirne, unberechenbare Fallwinde, kosmische Strahlungen aus dem Weltall, überdimensionaler Elektrosmog sowie plötzlich auftretender Bodennebel.

Eine Katastrophe erst recht war das Spiel. Zum ersten Mal in dieser Saison richtig scheisse gespielt (von beiden Mannschaften), eigentlich hätten beide 0 Punkte bekommen müssen. Da tun mir bei dem Gebolze sogar die Fernseh-Zuschauer leid, schade eigentlich, dass Premiere seine berühmte Unterwasserkamera nicht eingesetzt hat. So mit IMAX und so. Ich hätte mich jedenfalls mehr über qualitativ hochwertige Unterwasseraufnahmen gefreut, als über den Schrott. Vielleicht hole ich mir doch noch Premiere. Wenn nicht für Fußball, dann doch zumindest für prickelnde Expeditionen in die Tiefen des Meeres. Aus sieben Perspektiven.

TM

17.09.2005  HSV - SGE  (1:1)

Eigentlich stand die Reise nach Hamburg unter keinem guten Stern. Nach zwei Absagen potentieller Fahrer musste eine Notlösung gefunden werden und die sah so aus, dass wir mit einem Rostocker, der länger in Hamburg gewohnt hat und daher HSV-Fan ist und außerdem nun auch noch in Mainz wohnt nach Hamburg fahren mussten....Höchststrafe also.
Um nun auch alle Klischees zu erfüllen, heißt unser Ostdeutscher Freund auch noch Ronny, stellte sich aber entgegen aller Vorurteile als sehr nett heraus.

Also ging's bereits am Freitag Nachmittag gen Hamburg und wie sollte es anders sein, es warteten unzählige Staus auf uns. Trotzdem kamen wir noch vor der Zugfraktion (Roberto und Jense) bei unserem Exil-EFCler Bundschuh in Hamburg an.
Nachdem wir vollzählig waren ging's auch gleich los in diverse Kneipen. Grundsolides Programm, kein besonderen Vorkommnisse, 5 Uhr zuhause, alles im grünen Bereich.
Nur einmal, als Roberto die kroatische Wettmafia vor einem Sportwetten-Schuppen, als schwule Stricher tituliert hat, war mir bissi mulmig, aber da wir noch am Leben sind, haben sie es wohl nicht gehört.

Samstag dann via S-Bahn zum Stadion, kleiner Fußmarsche (1-2 Km) und problemlos durch funktionierende Drehkreuze ohne Schlange ins Stadion...da staunt man, wie das in anderen Stadion so klappt, warum bei uns nicht? Auch in HH waren 48.000 Leute im Stadion.
Dann die nächste Überraschung. Wurst von Aramak, die schmeckt und die man bar bezahlen kann. Auch in diesem Bereich kann Frankfurt noch vom HSV lernen.

Zum Spiel gibt's nicht viel zu sagen. Der HSV war offenbar wirklich schlapp vom UEFA-Cup, denn anders ist die Leistung der Norddeutschen nicht zu erklären.
Eintracht spielbestimmend, ein paar gute Chancen auf beiden Seiten und dann der Schock in der 86 min.
"Gut gespielt und doch wieder verloren" dieser Gedanke schoss mir durch den Kopf.
Unser Fahrer Ronny entpuppte sich dann aber als wahres Orakel des Ballsports. "Du wirst sehen, die machen noch den Ausgleich". Ich war noch gar nicht fertig mit lachen, da köpft der Cha den Ball unter großzügiger Mithilfe der gesamten HSV-Abwehr und des bis dahin großartig haltenden Torhüters Wächter aus spitzem Winkel ins Tor.
Nach mächtiger Bierdusche verließen dann auch die vor uns sitzenden HSV-Anhänger mit ihrem weinenden Kind fluchtartig das Stadion.

Nach nur 1,5 Stunden waren wir dann wieder auf dem Bahnsteig um dort zu lesen "Nächste Bahn kommt in 16 min".
War sicher überraschend, dass da am Samstag Bundesligafußball gespielt wird. Da konnten die Hamburger-Verkehrsbetriebe sicher nicht mehr so schnell reagieren und ein paar Bahnen mehr einsetzen.

Vor der Aftershow erstmal nen kleinen Imbiss (Schnitzel im "Max und Konsorten"). Nur Roberto hat nix gegessen. Zitat: "Ich ess nix, sonst hab ich keinen Platz mehr für Alkohol". Stattdessen lieber ca. 15 Jubies getrunken.
Dann ging's in Jolly Rogers (eine Pauli-Kneipe am Millerntor) zur Äppler-Lounge. Dort gab's dann stark verwässerten Äppler aus nem Mega-Plastikfass und fast ausschließlich Anhänger unserer SGE.
Roberto hatte sich wohl etwas übernommen und musste daher gegen 23.30 Uhr mit dem Taxi ins Bett gebracht werden. Immerhin hatte er noch alle seine Textilien, aber irgendwie ist die Brille verschwunden.

Nachdem der Rest von uns später nach dem Besuch einiger weiterer Lokalitäten wieder wohlbehalten bei Bundi angekommen waren, durften wir noch miterleben, wie Roberto sich den Abend noch mal durch den Kopf gehen ließ. Ein würdiger Abschluss eines gelungenen Tages.

Das auch die Rückfahrt von Staus gekennzeichnet war, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden, ich tu es aber trotzdem.
Wieder mal ein netter Ausflug in die Hansestadt und sicher nicht mein letzter.

AH

10.9.2005  Hannover 96 - SGE  (2:0)

Wie wird man eigentlich Fußballprofi? Morgen für Morgen das gleiche Bild in Deutschlands Arbeitsämtern: irgendein angsteinflößender Haufen Mensch mit Matterhornbuckel tritt durch die Tür, reißt sich die schafwollene Jacke vom Körper und beginnt sich schwer atmend durch die vorderen Schneidezähne zu artikulieren: „Hömma, hasse wat mit Fußball?“ Doch tiefe Entrüstung hervorrufend fällt die Antwort meist - im Prinzip immer - negativ aus. Natürlich könne man keine Fußballprofistellen via Arbeitsamt vermitteln. Sicherlich wäre man ja bereit dazu, nur leider, leider… Zur Maut wäre man ja auch im Prinzip bereit, man wisse ja, wie das ist. Nein! Man wisse eben nicht, wie das ist. Jeder Bürger dieses von Grund auf demokratischen Staates müsse doch schließlich die Chance auf ein zugegebenermaßen mehr als weniger geruhsames Fußballspielerdasein bekommen. Doch die Jungs vom Arbeitsamt sind nun mal hart, und so bleibt eine Fußballkarriere den meisten von uns auf unbestimmte Zeit verschlossen. Das muss doch nicht sein!

Am Anfang steht die goldene Regel, ohne die wird’s sogar beim Unterwasserhalma schwer. Auf dem erfolgreichen Weg zu Ruhm und Ehre muss eines beachtet werden: Man sollte nie, aber auch wirklich nie vor Zeugen zugeben, dass man Fußballspieler ist. Klingt kompliziert, ist aber selbst für Laien einfach zu verstehen: Geld gibt es für das Ausüben seines Jobs, wenn keiner weiß, was man macht, sondern nur von Vermutungen ausgeht, dann hat man den Zaster schon in der Tasche. Sieht man ja auf der anderen Rheinseite. Nehmen wir doch das Beispiel Baustelle. Da laufen auch immer Hunderte von Leuten mit Helm rum und tun so, als wären sie wichtig, machen tun die aber nie was. Reicht also, wenn man jeden Samstag mitten im Stadion auf dem Platz steht und gar nicht groß Aufsehen um die eigene Präsenz macht. Stefan Effenberg hat damit Millionen gescheffelt. Solange das Gehalt stimmt… Ein Blick auf den Gehaltscheck wird dich für die fehlende Akzeptanz entschädigen. Daher ganz wichtig: ein Berater. Ohne den geht heute überhaupt nichts mehr, nur wer treue und loyale Berater hat, der wird über kurz oder lang stinkreich werden. Schlechte Berater erkennt man daran, dass man plötzlich beim FSV Mainz 05 auf der Bank sitzt.

Manchmal hat man das Gefühl, dass sich so jemand auch zu unserer Eintracht verirrt hat. Amanatidis hat nun also einen hoch dotierten Vertrag bei einer Topadresse (OK….), aber ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Es fehlt völlig die Bindung zum Spiel. Während die anderen bieder, aber relativ zuverlässig spielen, geht vorne rein gar nix. Null Entlastung, keine Torchancen. So kommt es, dass man gegen eine noch biedere, aber clevere Mannschaft den kürzeren zieht. Vielleicht sollte der Trainer dann doch mal mit der Bank drohen. Fußballer zu sein ist wirklich nicht schwer, eigentlich kann das jeder. Deshalb ist es auch völlig unverständlich, warum sich das Arbeitsamt nach wie vor sträubt, Profifußballstellen zu vermitteln. Vielleicht sind die Beamten einfach nur neidisch, dass sie den ganzen Tag für wenig Geld hart arbeiten müssen.

TM

19.8.2005 RW Oberhausen - SGE (1:2 DFB-Pokal)

Eigentlich war mir von Anfang an klar, dass der Spielbericht für dieses Spiel eine ziemlich undankbare Aufgabe wird. Während die letzten beiden Spiele in Oberhausen noch von der Aufstiegsdramatik lebten und auch allerhand Frankfurter angezogen haben, so lagen nun beim heutigen Pokalspiel 2 Spielklassen zwischen den Mannschaften und als Bundesligist kann man sich da ja nur blamieren.

Ehrlich gesagt war ich an diesem Wochenende auch weniger von unserem Auswärtsspiel fasziniert, sondern eher vom Auswärtsspiel des neuen Papstes in seiner alten Heimat. Nicht, dass ich jetzt auf einmal gläubig geworden bin, aber es war schon faszinierend, was da alles los war. Auch auf das Eintrachtspiel hatte das alles direkte Auswirkungen, denn Benny wurde von fast 9000 Bussen zu seinem Auswärtsspiel begleitet und man musste ja schließlich an der Reiseroute der Papst Ultras vorbei. Sind noch gut vorbeigekommen, während einige andere Eintracht-Jünger etwas später gestartet sind und in eine Sintflut biblischen Ausmaßes gekommen sind, bei denen ihnen noch nicht einmal die Arche helfen konnte. Vielleicht die Strafe, dass man dem katholischen "Popstar" (O-Ton Bravo) die kalte Schulter gezeigt hatte…. Wir haben uns trotzdem mehrfach gefragt: Was aber sucht die Jugend in Köln? Händchenhalten? Singen? Beten? In gemischt-geschlechtlichen Schlafsälen übernachten?! Ist es das, was sie wollen: Nicht nur den Leib Christi empfangen, sondern auch ihren eigenen spüren? Genau! Katholisch heißt ja Welt umspannend, also Globalisierung des einen wahren Glaubens. Und das ist das Geheimnis des Weltjugendtages: Dem eiskalten Finanzstrom der Globalisierung, den Wärmestrom der Liebe entgegensetzen - obwohl der Papst auch gefühlsechte Kondome verboten hat.

Umso gefühlsechter dann der Fußball in Oberhausen: Erwartungsgemäß hatte man nicht mal die Hälfte der Zuschauer wie beim letzten Spiel, die Ausläufer der Sintflut konnte man während des Spiels immer noch über dem Stadion spüren. Glücklicherweise hatte man das Spiel schnell im Sack, gab keine besonderen Vorkommnisse und dank des Nachtlagers beim Bottr(h)opper konnte man noch etwas in der Gegend verweilen. Nochmals vielen Dank dafür ! In diesem Sinne: Liebet euren Nächsten !

TM

13.8.2005 Hertha BSC - SGE (2:0)

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr euch auf ein schönes Croissant freut mit
Schinken und Käse und ihr beißt auf Marzipan ? Genauso habe ich mich am
Treffpunkt gefühlt, 4:33 Uhr Bahnhof Niedernhausen. Und als ob das nicht
schon Strafe genug wäre, waren wir selbstredend natürlich auch die einzigen
am Bahnsteig. Nach langer Zeit sollte der Hinweg mal wieder per
Schönes-WE-Ticket absolviert werden, Auto blieb zur Pflege mal zuhause. Wer diesen bescheuerten Namen erfunden hat, der gehört direkt an die Wand gestellt. Reisezeit etwa 9 Stunden, bewaffnet mit Eistee, 2 Bananen und einigen Müsliriegeln. Ziel war zuerst mal die Verdauung soweit zu drosseln, daß der Toilettenbesuch nicht unbedingt im Zug absolviert werden mußte.

Ab Frankfurt war man dann nicht mehr so ganz alleine, es gesellten sich nach und nach weitere Frankfurter dazu, in Kassel sogar noch etwa 80 Münsteraner die zum Spiel nach Jena wollten, allerdings nur für kurze Zeit.

Erstaunlicherweise ist wenig passiert und die Fahrt verlief eigentlich zu
glatt. Wenn da nicht Sangerhausen gewesen wäre, die Metropole in
Sachsen-Anhalt. Wegen eines "Polizeieinsatzes" sollte sich die Abfahrt um
etwa 30 Minuten verzögern. Da wird es mit dem Anschlußzug wohl nix mehr
werden. Laut Schaffner war der Grund für die Verzögerung mehrere Fußballfans, die auf unserem Bahnhof auf den Gleisen rumgelaufen wären und mit Steinen auf Flaschen geworfen hätten. Der Zug konnte deswegen nicht einfahren. Ohne Worte. Die Fußballfans habe ich gesehen, aber wo soll die einsetzende Polizei gewesen sein ? Das wissen die Götter. Der Anschlußzug wartete dann, knapp 2 Stunden vor Anpfiff waren wir dann in Berlin.

Im Olympiastadion konnte man dann zuerst mal die blaue Laufbahn bewundern und dann einen mehr als ordentlich besuchten Gästeblock. Die Stimmung war ganz ok, das Treiben auf dem Rasen anfangs auch. Die Fehler aus dem Lev-Spiel wurden nicht gemacht, die Abwehr stand ganz ordentlich, aber im Sturm waren wir zu harmlos. Als Funkel dann van Lent eingewechselt hat, hat er ihm wohl gesagt: "Geh rein und mach ein Tor". Es war zwar leider das falsche Tor, aber verloren hätten wir auch so. Später ging es dann noch in diverse Kneipen, bevor ich im Irish Pub auf einer wohlgeformten Brust eingeschlafen bin.
Leider war es meine eigene.

TM

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Aktualisiert am  
 
07.11.2017
 
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